Zensur bei Google

TiananmenNatürlich zensiert Google. Worüber aufregen? Schließlich machen das Microsoft und Yahoo auch.
Nicht, dass ich Zensur toll fände, sie ist moralisch verwerflich, aber Google ist nun einmal kein Gott, sondern ein Unternehmen, das auf dem chinesischen Markt Anteile erkämpfen möchte. Um die teilweise Abstrusität der Zensur zu dokumentieren, anbei ein Schnappschuss der Bildersuche nach tiananmen (es kann sein, dass der deutschsprachige Nutzer – je nach Browser – umgeleitet wird); die internationale Suche lässt sich hier einsehen.

[via Moe]

Nachtrag: Ich vergaß zu erwähnen, dass Zensur auch in vielen anderen Ländern – selbst bei uns – stattfindet, zum Beispiel bei Begriffen wie Auschwitzlüge, Scientology etc. Wer das für den Fall China an anderen Beispielen nachexerzieren will, sollte anfangs einmal die (spanische) Suche nach Zapatero mit dem chinesischen Pendant vergleichen. 10 Millionen Treffer gegen 13.600. Für alle anderen Suchvorgänge reicht es, an die URI der Suchanfrage &meta=cr%3DcountryCN anzuhängen [via escolar und pixel y dixel (netter Name, BTW)].

Noch ein Nachtrag: Der Unterschied zwischen den Ergebnislisten soll darauf basieren, dass in der zweiten, chinesischen Variante nur Seiten aus China aufgelistet werden. Schade, war ein schönes Spielzeug.

# · 28. Januar 2006, 19:37 · Kommentieren!
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