Textpattern oder Serendipity, nachgefasst

Ich bin dort gebeten worden (nennen wir es einmal so), mehr über meine Zeit in der TXP-Diaspora zu berichten. Nun ja, abgesehen davon, dass ich in dieser Zeit TXP weiterhin als CMS benutzt habe, möchte ich mal ein paar Punkte auflisten.

Vorteile von Textpattern

  • schnelleres Abpeichern von Artikeln und schnellerer Seitenaufbau
  • fast vollständige Trennung von Inhalt und Layout
  • über das Backend ist das Layout mittels Seitenvorlagen und CSS sehr leicht zu ändern
  • dank Kommentar-Vorschau quasi spamfrei
  • leichtes Verwalten von Artikeln und Bildern (erst recht mit Version 4.0.4)
  • sehr flexibles URI-Schema (und URIs können für jeden Artikel wahlweise geändert werden)

Ein einziger Nachteil ist zu nennen – es gibt keine spamsichere Lösung, um Trackbacks zu empfangen. Und das Hinzufügen von Ping-Services sowie das Vergrößern des arg kleinen Kommentarsfeldes muss über den Quelltext geschehen – zwei Punkte allerdings, mit denen ich sehr gut leben kann.

Vorteile von Serendipity

  • automatisches Anpingen anderer Weblog-Einträge (Trackbacks senden)
  • optionales Anpingen verschiedener Services bei jedem Artikel
  • Themes (brauche ich nicht, aber andere Nutzer schon)
  • umfassende Anti-Spam-Maßnahmen
  • Tag-Plug-In mit effizienter Verwaltung von tags
  • einfaches Hinzufügen von Bildern beim Schreiben eines Artikels
  • sehr detailliertes Konfigurieren der Benutzergruppen möglich

Was mich an Serendipity störte

  • ist die seltsame Rechtevergabe (liegt u.a. an der Plug-In-Verwaltung Spartacus) erschwert das Modifizieren bzw. das Hochspielen von Dateien auf den Server
  • ist das Tabellen-Layout (bei einigen Themes)
  • ist das zeitaufwändige Versions-Update (das geht bei TXP schneller, sicherer und einfacher)

Klar ist, dass die Geschwindigkeit eines CMS vom Server und von der Menge der zu verarbeitenden Daten abhängt, also auch der Zahl der mitlaufenden Plug-Ins. Für meine Bedürfnisse ist TXP eindeutig schneller.
Es gibt inzwischen sehr gute Plug-Ins für TXP, die einen Einsatz auch für HTML-Newbies sinnvoll erscheinen lassen – trotzdem würde ich Serendipity weiterhin dort empfehlen, wo der Nutzer keine oder nur geringe HTML- und CSS-Kenntnisse hat, aber trotzdem nicht “nur” Text eingeben möchte, sondern viel herumspielen (Themes) und eine narrensichere Bilderverwaltung haben möchte.

# · 7. Januar 2007, 14:07 · 337 Wörter
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2 Kommentar(e) · Kommentieren!

Kommentare

  1. Robert - 7. Januar 2007, 16:20

    Ad “...Vergrößern des arg kleinen Kommentarsfeldes…”: Damit meinst du den Bereich, der im Backend zum Bearbeiten der Kommentartexte genutzt wird, oder? Weil hier im Frotnend geht’s ja einfach über das Stylesheet.

    Falls ich richtig liege: Das wäre auch mit einem Plugin für’s Backend zu erledigen. Melde dich mal zB im Forum mit einem Plugin-Requests, da lässt sicher recht zügig sich was machen.


  2. Torsten - 7. Januar 2007, 20:18

    Nö, das Frontend war gemeint. Danke für den Hinweis (wer seit g1.17 mit TXP arbeitet, an dem geht auch mal was vorbei). Andererseits – die Werte in comment.php sind erbärmlich klein.


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