Schnaitsee in Aufruhr

In Schnaitsee – angeblich höchstgelegner Ferienort im Chiemgau (siehe Seitentitel) – hat man ob der harten topographischen Realitäten, die gegen diese Gemeinde sprechen, gerne einmal selber Hand angelegt.

Aufgehetzt von seinem Gemeinderat fuhr der Schnaitseer Bürgermeister Vitus Pichler am Donnerstag, ausgerüstet mit Schaufel und Pickel zum Scheitzenberg, um die berichtete Höhendifferenz von 0,5 Metern eigenhändig abzutragen und später sagen zu können, dass sich der höchste Punkt doch auf Schnaitseer Gebiet befindet (siehe auch Leserbriefe).
Als Pichler sich ans Werk machen wollte, stellte er aber verdutzt fest, dass der höchste Punkt des Voralpenlandes mitten im Wald liegt und dass gerade dort, wo er graben musste, sich eine große Fichte befand. Pichler, selbst ein Waldbauer, wusste sich zu helfen. Er holte seine Motorsäge aus dem Kofferraum des Autos und schnitt den Baum kurzerhand einfach um. Der Grundstückseigentümer, der zufällig vorbeikam, meldete diesen Vorfall sofort der Verwaltung im Rathaus.
Das bekamen die beiden anwesenden Bürgermeister Hans Spiel aus Pittenhart und Hans Thurner aus Obing mit – sie fuhren sofort zum Ort des Geschehens. Die Situation schaukelte sich derart auf, dass die drei Bürgermeister mit Schaufel und Spaten aufeinander losgingen.

Aus der Reihe “Szenen, die man gerne miterlebt hätte”. Schön, wenn es keine anderen kommunalen Probleme mehr gibt.

Via Chiemgau Online.

Nachtrag: der Link zum Leserbrief.

# · 17. Februar 2007, 15:57 · 227 Wörter
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