taz und Dummheit

Heute ist es mal Zeit für einen kleinen Exkurs und eine Breitseite gegen eine Zielgruppe, die mit Sicherheit und dankenswerterweise dieses Weblog nicht liest.

Die Tageszeitung – auch taz genannt – hat nämlich schon länger eine Tatze als Logo – auch tazze genannt. Nun war und ist die taz zu dämlich, dieses Logo in der einen oder anderen Weise markenrechtlich schützen zu lassen. BWLer lernen so etwas im zweiten Semester, aber macht ja nichts. Andererseits gibt es die Marke Jack Wolfskin, die durchaus in der Lage ist, so etwas wie Markenrecht zu kennen und schon vor längerer Zeit mit der taz überein gekommen ist, dass die tazze nichts auf Textilien zu suchen hat – fertig. Nun sind taz-Verantwortliche scheinbar grundsätzlich unbelehrbar und lassen Handtücher mit der tazze bedrucken. Und in der Folge Handtücher mit einer durchgestrichenen Tatze. Was andere als rebellische Haltung sehen, empfindet der einigermaßen intelligente Mensch als infantil und dämlich. Wie halt der gemeine taz-Konsument so ist.

Den durchschnittlichen taz-Leser erkennt man an einer außerordentlich philanthropen Grundhaltung, auch sonniges oder naives Gemüt genannt, das aber jederzeit umschwenken kann, wenn Claudia Roth, Campino oder der Biogemüsehändler um die Ecke das so wünschen. Dann sendet man auch mal Bundeswehrsoldaten an das andere Ende der Welt, nennt es – glücklicherweise – “humanitäre Aktion” und verabschiedet sich von all’ seinen pazifistischen Grundsätzen (wohlgemerkt, hier geht es um das wie, nicht das was). Geht ja nicht anders. Man darf so eine Haltung auch Opportunismus nennen, der sich übrigens mit beliebigen politischen Inhalten prima durchkonjugieren ließe.

Seltsamerweise hält sich der durchschnittliche taz-Leser für sehr wichtig. Die taz hat das Vollkornbrot erfunden, den Kommunismus besiegt und die Atomkraft abgeschafft. Ziemlich genau in dieser Reihenfolge, glaube ich. Noch viel schlimmer ergeht es taz-Redakteuren, die sich in Anbetracht ihrer miserablen Entlohnung ihren Messianismus gerne in Entblödung entladen – wie hier eben, um auf dieses Tatzenproblem zurückzukommen. Dabei wird schlichtweg nicht verstanden, dass die taz zu dumm war, an so etwas wie Markenrecht zu denken. Und ist denen nicht klar, dass Jack Wolfskin keine Lust hat, dass seine Produkte mit billig produzierten Werbehandtüchern (denn wer weiß das schon?) einer peinlichen Zeitung verwechselt werden?

Liebe Firma Jack Wolfskin, könntet Ihr der deutschen Medienlandschaft nicht den Gefallen tun und die taz ein für alle Mal in die Pleite klagen? Danke im voraus.

Via.

# · 14. März 2007, 22:57 · 403 Wörter
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5 Kommentar(e) · Kommentieren!

Kommentare

  1. asdf - 15. März 2007, 16:07

    Darf man fragen, was du eigentlich gegen taz-Redakteure und -Leser hast, dass du ihnen generell Dummheit und Dämlichkeit attestierst?!


  2. micha - 15. März 2007, 19:25

    gähn… da hast du so lange an deinem artikel geschrieben… und dich sooooo über deine fein zugespitzten formulierungen gefreut… und dabei gar nicht gemerkt, dass deine argumente soooooooo verstaubt sind, dass sie schöner und klüger und witziger schon von tausend anderen vor dir formuliert wurden.

    “Falls Sie meine Dienste als freier Mitarbeiter wünschen, können Sie mich hier engagieren.” —> ich empfehle dir eine spontanbewerbung bei einem lokalen gratisanzeigenblatt – vielleicht darfst du dann endlich die eröffnung eines autohauses oder küchenstudios “journalistisch” begleiten. das verlangt exakt soviel esprit und können, wie ich es dir nach diesem text zutrauen würde. sei’s drum: viel spaß beim freuen darüber, dass du einen kommentar provoziert hast, du ach so subversiver profi-blogger…


  3. Torsten - 15. März 2007, 20:35

    Eben, und taz-Leser sind nicht nur dumm, sondern auch humorlos. Zudem bin ich weder Journalist noch subversiv oder Profi-Blogger, aber wir wissen, alle drei Sachen sind sowohl Lesern als auch Redakteuren der taz äußerst verdächtig. Subversion für taz-Leser endet bei konsequenter Kleinschreibung in Kommentaren, die man sich wahrscheinlich ausdruckt, an die Wand pinnt und das Ganze ist dann “kreativ”.

    Und die Argumente gibt es schon schöner und klüger und witziger? Schön, gerne, wo denn? Und das von tausenden anderen Leuten vor mir? Da bin ich ja in guter Gesellschaft.


  4. scary - 13. Juli 2007, 12:59

    Humor bedeutet sich von anderen Dummeheit bescheinigen zu lassen?
    Gut das du kein Journalist oder Profi-Blogger bist.
    Außerdem empfehle ich dir dringend diese Lektüre:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vorurteil


  5. Torsten - 15. Juli 2007, 13:16

    Den Kommentar habe ich nicht ganz kapiert, aber ich werde mal drüber nachdenken.


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