Segolène Royal-Scharping

Den ersten Wahlgang der vorgestrigen Präsidentschaftswahl gewann Nicolas “hart, aber nicht immer herzlich” Sarkozy mit rund 31% gegen Segolène “ich bin so leicht, ich schwimm’ sogar in Milch” Royal.

Wir wollen hier kein böses Wort über Herrn Sarkozy verlieren. Unser Interesse gilt dagegen Frau Royal, die dank ihrer machtstrebenden, aber unbedarften Natur eine sonderbare Mischung aus Hillary Clinton und Rudolf Scharping ist. Böse Zungen bezeichnen sie als Überraschungsei – von außen ganz nett, aber man weiß nicht, was drin steckt, und auf jeden Fall hohl.

Es würde den Rahmen dieser Notiz sprengen, alle Verfehlungen dieses Wahlkampfs aufzählen zu wollen, trotzdem lässt sich bei rhetorik.ch einiges nachlesen.

Unser Favorit ist dieses Video, in dem sie sich richtig schön vorführen lässt. Auf die Frage eines Anrufers, ob sie (also die Franzosen) denn so viele Atom-U-Boote bräuchten, hakt der Radioreporter Jean-Jacques Bourdin nach, wie viele es denn seien. “Eins”, rät sie zunächst. Als Bourdin einwendet, “Nein, wir haben sieben”, bestätigt sie, “Ja, öh, sieben, ja.”.

Reingefallen. In Wirklichkeit sind es vier U-Boote, die mit Atomrakten bestückt sind (SNLE) – danach war in der Sendung gefragt – und sechs weitere Boote, die atomgetrieben sind (SNA). Oder um es anders zu sagen: Politische Erfahrung hat nicht immer etwas mit Intelligenz zu tun.

Übrigens ist Nicolas Sarkozy ebenfalls auf eine ähnliche Frage hereingefallen – er wurde nach den SNA gefragt und beharrte auf der Zahl vier.

# · 24. April 2007, 19:07 · 242 Wörter
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