Trigami hat Probleme

Bereits vor mehreren Wochen haben wir auf die verschiedenen Möglichkeiten hingewiesen, mit seinem Weblog Geld zu machen. Als einen möglichen Weg haben wir Trigami genannt. Jetzt, nach mehreren Wochen eigener Erfahrung mit Trigami, lassen sich – neben dem aktuell sehr beliebten Trigamibashing – zwei elementare Probleme feststellen

  • halbseidene Kundschaft – ein Teil der Kundschaft von Trigami kann beim besten Willen allenfalls als halbseiden bezeichnet werden. Don Alphonso hat sich mal sehr stark an einem früheren Kunde, einem Hilfswerk mit dubiosen Hintermännern gerieben. Der letzte mir vorgeschlagene Kunde, PokerStrategy-dot-de, gehört wohl ebenso in diese Kategorie, bedenkt man, dass heuer selbst Lotto bei Radiowerbung einen Disclaimer sprechen muss. Don Alphonso klärt gerne weiter auf. Noch ein Beispiel? Bei der Bewerbung auf einen Artikel zu einem Portal zu Fernstudien (Fernstudium-Infos-dot-de) habe ich darauf hingewiesen, auch schon mal in einem Kollektivblog zur Bildung geschrieben zu haben. Dies hatte zur Folge, dass mich der Kunde mit dem Vorschlag kontaktierte, dass ich den Zuschlag erhalten würde, wenn ich dort den Artikel schriebe. Hat m.E. sehr viel von einem Korrumpierungsversuch, den ich dankend ablehnte. Ganz abgesehen davon, dass das Portal ohnehin nur einen Verriss verdient hätte – ein unübersichtliches Forum mit mehr Google-Anzeigen als das menschliche Auge verarbeiten kann, von inhaltlichen Fragen einmal abgesehen. Von den weiteren Kunden kann ich bis auf einen businessorientierten Sockenversand keinen interessant finden (ein Gameshop und ein “Humor”-portal, über das ich schon vor sieben Jahren nicht lachen konnte).
  • mangelnder Preis – die Preise für einen Trigami-Artikel schwanken zwischen 33 und 90 Euro. Für einen Studenten ist das okay, aber für einen unternehmerisch tätigen Blogger ziemlich wenig, wenn man von diesem Betrag die Unkosten (Zeit- und Rechercheaufwand) abrechnet.

Na, so wird das nichts. Meinen Account habe ich – anders als andere Blogger – wieder gelöscht.

# · 17. Juni 2007, 11:20 · 298 Wörter
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7 Kommentar(e) · Kommentieren!

Kommentare

  1. Markus Jung - 17. Juni 2007, 22:12

    Als Betreiber von Fernstudium-Infos.de und Kunde von trigami möchte ich mich zu o. g. Beitrag zu Wort melden, da es dort offensichtlich ein Missverständnis gegeben hat.

    Richtig ist, dass ich darauf hingewiesen habe, dass ich einen Zuschlag erteilen würde, wenn der Beitrag in dem “Kollektiv-Bildungsblog” geschrieben würde. Allerdings war es so gemeint, dass dann auch mit diesem Blog eine neue Bewerbung erfolgen müsste – anders würde die Rezension seitens trigami ja auch gar nicht gewertet. Hier sollte also nicht “korrumpiert” werden, sondern statt einer sofortigen Ablehnung wollte ich lediglich eine Alternative aufzeigen.

    Und was die Qualität der Seite Fernstudium-Infos.de angeht – da darf natürlich jeder seine Meinung haben.

    Viele Grüße
    Markus


  2. Remo Uherek - 18. Juni 2007, 13:37

    Hallo Torsten

    Vielen Dank für Dein Feedback. Um uns zu verbessern würde ich Dir gerne noch zwei Fragen stellen:

    1) Was wären Deine Wunschkunden?

    2) Was wäre für Dich eine faire Entschädigung? Wieviel auf Stundenbasis und wieviel pro Reichweite?

    Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinen weiteren unternehmerischen Tätigkeiten.

    Gruss, Remo


  3. Torsten - 23. Juni 2007, 13:11

    Leider komme ich erst jetzt zu einer Antwort.

    Wunschkunde sind prinzipiell Produkte oder Angebote, die “bekannt” sind und bei denen man nicht länger schauen muss, wer denn nun genau dahinter steht und ob es moralisch-ethisch verantwortlich ist, dafür zu schreiben. Just als die Ausschreibung zu diesem Fernstudien-Portal startete, wurde ein Konkurrenzunternehmer rechtskräftig verurteilt. Da will man schon wissen, ob es da einen Zusammenhang zwischen den beiden gibt, oder? Und wenn Trigami erfolgreich bleiben möchte, sollte es die Finger von Pokerportalen lassen, beim besten Willen.

    Zur Entschädigung habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich gehe davon aus, dass deren Höhe nicht im Verhältnis zur Blogreichweite steht. Das wäre Punkt 1 einer Kritik, schließlich habe ich eine weit geringere Reichweite als, sagen wir, Johnny Häusler oder Robert Basic, aber doch ein bisserl mehr als andere. Der Punkt 2 steht im Zusammenhang mit dem oben gesagten – wenn ich erst zum Unternehmen recherchieren muss, und mich dann noch evtl. mit dem Produkt auseinander setze, bleibt unter dem Strich der Stundenlohn für mich als Freiberufler recht niedrig. Da kann ich die Zeit anderweitig viel effizienter verwerten.


  4. Dieter Petereit - 22. November 2007, 15:40

    Verstehe ich das richtig, dass Du am liebsten zu – sagen wir – Tempo-Taschentüchern und Nutella rezensieren möchtest, weil das den geringsten Aufwand bedeutet?


  5. Torsten - 24. November 2007, 09:35

    Nein. Es geht nicht um den geringsten Aufwand, es geht um ein faires Verhältnis von Aufwand und Entschädigung, vor allem, wenn man bei einem Anbieter Gefahr läuft, dass der Kunde recht wahrscheinlich halbseiden ist und man doch erst ganz genau hinschauen sollte, was es mit den Hintermännern eines Projekts oder einer Dienstleistung auf sich hat. Studenten mögen mit der Entschädigung noch ganz gut leben können, ein Freiberufler dagegen kaum.

    Noch ein Beispiel gefällig? Klick.


  6. Dieter Petereit - 28. November 2007, 07:57

    Dass Du gerade mir dieses Beispiel hinhälst zeigt, dass Du wirklich nicht viel von Recherche verstehst. Hoffentlich sieht das bei Deinen übrigen – fairer bezahlten – Aufragstexten anders aus…


  7. Torsten - 28. November 2007, 09:04

    Die Logik verstehe ich nicht, zumal der Vorwurf fehlender Rechercheskills eine Frechheit ist.
    Trigami war nur ein Experiment, von dem ich viel zu spät abgesprungen bin. Andere Auftragstexte gibt es hier nicht.

    Übrigens kann ich die Aufregung des Herrn A. anders als Deine seltsamen Argumente sehr gut nachvollziehen. Trigami prüft das Alter seiner Autoren nicht, also kann man ihnen nicht vorwerfen, sie würden Erwachseneninhalte an Minderjährige verschwurbeln. Aha…?


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