Was kann Qype - einige ungeordnete Gedanken

Alle kennen Qype – dort kann der Nutzer quick and dirty Restaurants, Cafés, Clubs, aber auch Tankstellen und Supermärkte rezensieren. Es ist natürlich auch möglich, Romane zu schreiben. Die folgenden Punkte liegen schon lange auf meiner “Da-musst-jetzt-aber-drüber-schreiben”-Liste.

Wer erhält einen Mehrwert durch ein Netzwerk wie Qype?

  • anders als bei den Produktbewertungsportalen Ciao oder dooyoo geht es bei Qype im wesentlichen ums Essen. Die Beiträge der beiden genannten Portale habe ich nie sonderlich geschätzt, man hat immer den Eindruck, dass der Schreiber entweder die Gebrauchsanweisung nicht gelesen oder einfach keine Ahnung hat. Vom Essen und Trinken sollten eigentlich mehr Leute Ahnung haben. Oder?
  • oder, um dieses Argument andersherum aufzugreifen, der eigene Guide Michelin macht mehr her als die Stiftung Warentest.
  • ein nicht unbeträchtlicher Teil der Nutzer könnte das literarische Talent einer trockenen Scheibe Brot haben. Zweisatzkommentare zu einer Nachttanke zwischen Leipzig und Magdeburg, möglichst noch mit fragwürdiger Grammatik, sind kein wirklicher Zugewinn. Ein Qualitätsmanagement, das auf gegenseitigen Bewertungen der Nutzer basiert, ist nett, kann aber unterlaufen werden.
  • die Rezensionen von Qype landen bei Google und Co. gerne mal auf den ersten Plätzen. Was zum Beispiel heißt, dass bei der Suche nach dem Restaurant X oder dem Handwerker Y der Eintrag bei Qype weit, wenn nicht sogar ganz oben stehen kann. Wenn die Homepage des Betreffenden nicht optimiert, flashbasiert oder schlicht nicht existent ist, sogar ganz oben (nein, ich mache keine Werbung für SEO). Heißt, dass man mit zwei, drei Fakeaccounts und abfälligen Beiträgen sehr leicht die Konkurrenz ärgern kann (dieses Vorgehen ist moralisch selbstverständlich zutiefst verwerflich). Hier wurde übrigens der Vorwurf laut, Qype baue sich eine Art Gelbe Seiten auf Kosten der User auf.
  • obwohl Qype auch gerne damit kokettiert, dass sich Leute über Qype kennengelernt hätten, habe ich den starken Eindruck, dass Qype beruhigenderweise und anders als Lokalisten oder Nachtagenten orts- und nicht personenzentriert ist. Das soll sich mit dem letzten Relaunch allerdings deutlich geändert haben.
  • ich benutze Qype dazu, belanglose Rezensionen aus diesem Weblog herauszuhalten, da das Gros meiner Leser es wohl nie nach Oberbayern verschlagen wird (München zählt natürlich nicht).

# · 25. Juni 2007, 09:53 · 366 Wörter
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3 Kommentar(e) · Kommentieren!

Kommentare

  1. Stephan Uhrenbacher - 25. Juni 2007, 11:21

    Hallo Torsten, Danke für Deine Gedanken, ich freue mich immer, wenn sich jemand reflektiert mit Qype beschäftigt. Zum personenzentrierten Redesign: Grundsätzlich ist unser Ansatz ja sehr content-zenriert, und ein bischen mehr “People” war schon eines der Ziele des Redesigns. Ich glaube aber nicht, dass das zu viel ist. Kannst Du mit ein paar klicks ja auch rausfinden :-)


  2. Stephan - 1. Juli 2007, 21:07

    Sehe ich das richtig, dass das “Einladen” von anderen Benutzern etwas bringt? Dann lad’ mich doch mal ein ;-)


  3. Torsten - 1. Juli 2007, 21:44

    Bringt – glaube ich – nix, trotzdem schon passiert.


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