Wikipedia ist schlecht
Sehr schlecht. Hatten wir schon fast wortgleich, wir haben ja auch mal die Werbetrommel geschlagen, aber nachdem ich das hier gesehen habe, halte ich das für ein nettes Argument gegen die Wikipedia. Wie viele Wikipedianutzer werden das gelesen oder ausgedruckt haben?
Erklärungsmuster gefällig? Naja, versuchen wir es.
- Romanistik ist ein randständiges Fachgebiet. Glaube ich nicht, auch wenn die meisten dieser Fachbereiche und Fächer sich inzwischen Kulturwissenschaft-xy oder ähnlich verschwurbelt benennen.
- Romanisten und Wikipedia sind halt zwei Welten. Ist im arithmetischen Schnitt mit Sicherheit korrekt.
- Das haben die meisten Nutzer den Romanisten eben zugetraut… Dazu sage ich mal nichts.
roxomatic


Eher ein Armutszeugnis für die Romanistik als für die Wikipedia. (kleinlautzugeb: bekenne meine Mitschuld)
Ob Romanistik oder ein anderes Fachgebiet: die enormen Vorteile von web 2.0 haben Wissenschaftler noch nicht erkannt und sie warnen die Studenten ständig. Das liegt daran, dass sie immer noch im alten Paradigma leben: alles muss exakt sein. Dabei müssen wir im Gegenteil lernen, mit Unbestimmtheit und Unschärfen surfend, spielerisch umzugehen. Für Wissenschaftler wiederum, die die Vorteile von Netzeffekten erkannt haben, ist die Zurückhaltung der Kollegen eher förderlich: Forschung ist Hochleistungssport und konkurrenzorientiert (macht Spaß). Solange meine Kollegen den Konkurrenzvorteil von Web 2.0 (Wikipedia z.B.) nicht erkannt haben, kann ich weiter voranrasen! ;-)))
“alles muss exakt sein” – naja, die Naturwissenschaftler halt. Alle anderen Wissenschaftler haben ja wohl einen höheren Intellekt als ein Fußballstar und haben die Postmoderne etc.pp. nachvollzogen, oder?
Allerdings würde ich mich mit Fussballern nicht anlegen wollen. Nicht wenige von ihnen haben einen scharfen Verstand, den sie auch beim Fussballspielen einsetzen (aber es ist nicht mein Lieblingsthema).