Usability-Test (II)
Wir führen das Spiel auf einer anderen Wiese fort.
Test 2
Wie häufig findet sich das Buch XY in nordamerikanischen Universitäten? Wir wollen also möglichst schnell von der Startseite zur Bibliothek bzw. zum Katalog.
Auf den Seiten beispielsweise von Harvard, Berkeley, UCLA, University of Chicago, University of Georgia findet sich beispielsweise ein Link auf der Startseite, die selten so groß und komplex wie die der University of Massachusetts Boston sind.
Etwas schwieriger und versteckter ist die Bibliothek in der New York University, etwas schlechter noch bei der University of Illinois oder bei der University of New Mexico, und im Vergleich mit den obne genannten Instituten mutet die Youngstown State University mit ihrer Aufforderung, weiterzuklicken, fast unfreundlich an. Aus der Rolle fällt auch die lakonische Seite der kanadischen Lakehead University.
Anders als im alten Europa ist die Bedienbarkeit universitäter Sites m. E. einfacher, der Einsatz von Quicklinks (Javascript), komplexen Menüs, Flash oder andere Spielereien lassen einen Puristen zwar die Augen verdrehen, mit einem modernen Browser (Firefox) sind sie jedoch praktisch.
Fazit
Es scheint, zumindest auf diesem Terrain, dass Netzarbeiter, wohlgemerkt jemand, der damit Geld verdient, sich bei der Erstellung einer Präsenz manchmal immer noch keine Gedanken darüber machen, wohin wohl der Großteil der Besucher/-innen hinströmen wird, und wie dieser Fluss mit durchdachter Navigation unterstützt werden kann. Allerdings: Wer sich in die Niederungen der teilweise komplexen Strukturen universitärer Sites wagt, hält dies höchstens für ein Jammern auf hohem Niveau. Beispiel hierfür: die Seiten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät Düsseldorf
Übrigens:
Auch für die oben beschriebene Fragestellung hätte es einen komfortablen Umweg gegeben.
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