Mit Nazis reden

Vor kurzem erst im Tagesspiegel gelesen (oder in der FR):

Wie es jedoch funktioniert, das hat vor zehn Jahren der Fernsehjournalist Friedrich Küppersbusch gezeigt, als er den Österreicher Jörg Haider interviewte. Küppersbusch: “Es gibt ja noch mehr Beispiele, die ordentliche Beschäftigungspolitik der Nazis, die sie gelobt haben.” Haider: “Da können Sie bei Sebastian Haffner nachlesen, der hat den Goethepreis bekommen.” Küppersbusch: “Ich will’s ja nicht von Haffner wissen, ich will ja von Ihnen wissen, warum Sie es verherrlichen.” Haider: “Also die Frage ist? Nein, das habe ich nicht verherrlicht.” Küppersbusch: “Doch, Sie haben’s gelobt. Sie haben gesagt, Wien soll sich ein Beispiel nehmen.” Haider: “Nein. Sie müssen meine Zitate richtig lesen, Sie müssen lesen, dass ich im selben Zitat gesagt habe, das ist keine Positivbewertung.” Küppersbusch: “Naja, wenn Sie’s loben und dann sagen, es ist keine Positivbewertung: Ihre hohe Kunst, Herr Haider, ist es, mit dem Hintern zu wackeln, bis alle gucken, und dann drehen Sie sich um und empören sich, jemand hat mir die Hose geklaut.

[hier & jetzt von www.nazis-raus.de/]

# · 16. Oktober 2004, 16:50 · 184 Wörter
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