Zweisprachig

Bundesweite Anschriften zu bilingualen Kitas im Internet verfügbar unter fmks-online.de.
Aus der Presseerklärung des FMKS e.V.:

Erstmalig finden Eltern bundesweit Adressen von zweisprachigen Kitas im Internet. Der Verein für frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen FMKS hat sie zusammengestellt. Eltern können sich jetzt besser über bilinguale Kindergärten informieren. Da das Angebot gering ist, sollten Eltern bei Trägern und Politikern verstärkt bilinguale Kitas fordern. Die Bedeutung von Mehrsprachigkeit wird untersch�tzt.
Außer im Saarland (über 90 deutsch-französische) , in Rheinland-Pfalz (rund 70 deutsch-französische) sowie in Teilen Schleswig-Holsteins (knapp 60 dänische) und Berlin (etwa 30 Einrichtungen mit verschiedenen Sprachen) gibt es in den restlichen 12 Bundesländern zusammen nur etwa 90 zweisprachige Kitas, darunter etliche an Privatschulen. Insgesamt sind nur etwa 340 Kitas bilingual, dies entspricht einem Prozentsatz von weniger als 1% gemessen an der Gesamtzahl von etwa 50.000 Einrichtungen. Englisch, die bedeutendste Verkehrssprache der Welt, wird in keinem Bundesland systematisch durch Kitas gefördert.
Dabei ist gerade das Kindergartenalter hervorragend geeignet, um eine zweite Sprache spielerisch zu lernen, vor allem, wenn das Immersionsverfahren angewandt wird. Dabei ist die neue Sprache konsequent Arbeits- und Umgangssprache. Diese Methode entspricht dem natürlichem Spracherwerb. Das Lernen erfolgt kind- und altersgemäß und ohne Leistungsdruck. Kein Kind wird überfordert. Eine zweite Sprache ist ein Geschenk, außerdem wirkt sich der frühe Erwerb einer neuen Sprache positiv auf die kognitive Entwicklung aus.
Wenn die Fremdsprache in der Grundschule ab Klasse 1 in den Sachfächern immersiv weitergeführt wird, sind sehr gute Erfolge zu erzielen. Muttersprache und Sachwissen leiden dabei nicht. Dies ist aus jahrelangen Forschungen in Kanada und anderen Ländern bekannt und hat sich in der Erprobung in Altenholz/Kiel auch für Deutschland bestätigt.
Der FMKS fordert von Politikern und der Bildungsverwaltung ein Konzept, das einen Verbund von bilingualen Kitas und immersiven Grundschulen forciert. Dies wird zum Beispiel im Saarland schon gemacht. Es ist wichtig, dass viel mehr Kinder schon früh fremdsprachliche Fähigkeiten entwickeln und von der Methode Immersion profitieren, um in Zeiten der Globalisierung den Anforderungen zu genügen. Immersion ist eine kindgerechte, effektive und preiswerte Methode. Eltern sollten verstärkt bilinguale Kitas und immersiv unterrichtende Schulen fordern.

Verein für frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen e.V.

Gefunden in der Print-Ausgabe der FR.

# · 26. November 2003, 17:17 · 380 Wörter
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