Opera oder Firefox?

Alle reden von Firefox, nur wenige von Opera. Dabei hat dieses Programm meiner Meinung nach in zehn Punkten einen Vorsprung vor dem politisch korrekteren Publikumsliebling.

  • subjektiv ist Opera einen Tick schneller (aber das kann eine Täuschung sein)
  • die Menüfunktion Fenster: > Geschlossene zeigt alle während einer Sitzung geschlossenen Fenster an. Eine sehr praktische Sache.
  • die Fensterverwaltung allgemein lässt kaum Wünsche offen.
  • das Chatmodul (leider nur gemeinsam mit dem E-Mail-Modul an- und auszuschalten) ist gefälliger als Chatzilla
  • mit Datei > Sitzungen > Geöffnete als Sitzung speichern können die derzeit geöffneten Tabs abgespeichert werden.
  • schnellerer Skin- und Farbwechsel als bei Firefox (fällt unter Spielerei und gehört eigentlich nicht mitgezählt).
  • der Punkt Navigation > Automatisch neu laden ist nicht nur für eBay praktisch
  • die weitestgehende Konfigurieren der Oberfläche (Leisten und Paneele) – zum Beispiel beliebig viele Suchfelder…
  • das Notizmodul
  • der Menüpunkt Extras > Schnelleinstellungen ist ebenfalls ausgesprochen praktisch

Aus mindestens sechs Gründen ist Opera für mich allerdings höchstens eine gern genutzte Ergänzung, jedoch kein Ersatz für Firefox.

  • das Suchfeld fällt gegen die Suchleiste im Firefox stark ab
  • die Lesezeichen öffnen entweder im gleichen Tab oder aber sie öffnen ein neues Tab und Bookmarklets funktionieren nicht mehr
  • fehlende Erweiterungsmöglichkeiten
  • das E-Mail-Modul hat mich (im Vergleich mit Thunderbird) nicht überzeugt
  • Firefox ist etwas robuster im Seitenaufbau und zeigt seltener leere Seiten, weil jemand seine Seiten schlecht programmiert hat.
  • Opera kostet entweder € 34,- oder es ist Adware (oder man macht etwas Illegales, aber das gehört sich nicht…).

Zusatz: das Thema scheint derzeit so oder so in der Diskussion.

# · 26. Februar 2005, 19:41 · 269 Wörter
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5 Kommentar(e) · Kommentieren!

Kommentare

  1. goncourt - 28. Februar 2005, 00:04
    Ich weiß nicht, ob Opera soviel schneller ist. Bei Opera werden Stylesheets spät geladen. Auch mag ich es lieber, wenn die URLs von Links, wie bei allen anderen Browsern, auf der unteren Leiste stehen, statt mitten im Fenster [andererseits kann ich nur mit Opera ausladende Title-Tags lesen]. Für Notizen gibt es im Firefox das (sehr schöne) Scrapbook .
  2. Kossatsch - 28. Februar 2005, 14:05
    Scrapbook kenne ich, danke. Das Anzeigen der URLs kann man (glaube ich) individuell verschieben und ändern.
  3. Jeena Paradies - 1. März 2005, 09:32
    Der M2 ist wirklich gewöhnungsbedürftig, das streite ich ja nicht ab, aber wenn man erst einmal das völlig andere System durchschaut hat dann will man nie wieder ein anderes E-Mail Programm benutzen. In letzter Zeit konnte ich auch andere – sogar nicht poweruser – vom Opera und M2 überzeugen und die sind jetzt total begeistert, vor allem wegen der Suchmöglichkeiten, und deren Schnelligkeit.

    Die Anzeige der URLs kann man individuell verschieben, aber ich bin der Meinung dass das nur unter Gewöhnung fällt. Das gefällt einem weil man das schon immer so hatte. Ich sage aber dass es viel sinnvoller ist dass der Link URL genau da angezeigt wird wo der Link ist. Wenn der unten ist müssem die Augen meist durch den ganzen Bildschirm ganz nach unten gleiten um zu schauen wohin der Link zeigt und dann wieder ganz nach oben wieder dahin wo man aufgehört hat zu lesen. Ich habe schon viele gesehen, die dann wirkliche Probleme haben die Textzeile zu finden in der sie vorher gelesen hatten. Ich meine jetzt nicht den normalen Internetuser, der es schon gewohnt ist und sich entweder den Finger da hinhält oder den Mauszeiger damit er das schnell wiederfindet, sondern unbedarfte User, die sich im Internet noch nicht so sicher bewegen.
  4. unblogbar.com - 2. März 2005, 13:32
    Trackback von unblogbar.com:
    Seitenstiche

    Irgendwie scheint es zur Zeit trendy zu sein, den Opera Browser mit dem Mozilla Firefox zu vergleichen.
    Neuerdings gibt es sogar Firefox-Trolle. Und eigentlich ist der Firefox zur Zeit ohnehin viel zu mainstream und dem roten O zweifellos im Funktionsumfang unterlegen, so dass man lieber - falls man es immernoch nicht gelernt hat - auf letzteres umsteigen sollte, um elitaer zu wirken.

    Ich lehne diese ganze Diskussion ab und freue mich, dass mein Browser super CSS Support bietet!
  5. Kossatsch - 5. März 2005, 16:25
    @Jeena

    “Wenn der unten ist müssem die Augen meist durch den ganzen Bildschirm ganz nach unten gleiten um zu schauen wohin der Link zeigt und dann wieder ganz nach oben wieder dahin wo man aufgehört hat zu lesen.”
    Das stimmt und ist weit praktischer, aber es ist wahnsinnig schwierig, sich wieder umzustellen. Und zu M2 schreibe ich noch einmal was…

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