Kinky Friedman

Vor einigen Tagen hat Wiglaf Droste in der SZ einen Artikel über Kinky Friedman, »nach eigener Auskunft “der einzige Jude außer Jesus, den man in Texas kennt”«, publiziert (dabei entsprechen große Passagen einer taz vom Vorjahr – nichts für ungut, das ist ein Problem des Herrn Droste).

Jemand, der Sätze zusammendrechselt wie

Ich hatte die Gelegenheit verpaßt, mich als Teenager umzubringen. Jetzt blieb mir nur eine lumpige, erschöpfte Welt mit der spirituellen Atmosphäre einer Karaokebar in Dallas.

ist auf jeden Fall eine Lektüre wert. Zugegeben, er hat einige kalauernde Längen und Wiederholungen. Aber kann jemand, der mit seiner Band Kinky Friedman and The Texas Jewboys Country-Lieder wie They ain’t makin’ jews like Jesus anymore oder Proud to be an Asshole from El Paso singt, wirklich schlecht sein?

Jetzt stellt er sich übrigens zur Gouverneurswahl 2006 in Texas, mit einem klaren Programm und Standpunkten (_I intend to bring back the glory of Texas. I’m convinced that, if we all get together, we can knock down that windmill of politics as usual, and we can make that Lone Star shine again._). Und Willie Nelson soll Chef der Texas Rangers werden…

# · 20. April 2005, 14:13 · 196 Wörter
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