SPD spammt - extended version

Wie hier bereits berichtet, ist es in diesem Blog zu, sagen wir, einem unangenehmen Zwischenfall gekommen. Daraufhin habe ich diesen o. g. Eintrag geschrieben, möchte aber gerne weitere Aspekte hinzufügen.

Dieses Blog handelt von verschiedensten Themen, darunter auch Politik. Wer die Kategorien Politik oder Wahlkampf verfolgt, wird eine ansatzweise kritische Haltung gegenüber dem Gros der Parteien feststellen. Eigentlich allen Parteien; zwar habe ich mal dem inoffiziellen WASG-Blog mit einem Artikel ausgeholfen, ohne allerdings für Gysi oder Lafontaine das Trommelchen gerührt zu haben.
Nun habe ich am 4. Juli auf das Wahlmanifest der SPD hingewiesen, mit dem gebotenem Sarkasmus, versteht sich. Dabei habe ich einen Trackback auf die Meldung der Websozis gesetzt. Man muss die Websozis nicht mögen, um ihr Blog zu verfolgen (das gilt für viele Blogs).
Kommentar von Face2NetJetzt tritt die Firma Face2Net auf den Plan. Über deren IP 62.145.25.51 wird am 5. Juli um 17.36 Uhr der Trackback-Link vom Blog der Websozis auf meine Seite verfolgt. Um 17.38 Uhr wird dem Artikel über das SPD-Manifest der folgende Kommentar beigefügt:

Die Rote Wahlmannschaft engagiert sich für eine gerechte und weltoffene Politik für Deutschland.
Die Wahlmannschaft steht bei weitem nicht nur Partei-Mitgliedern offen, sondern allen, die sich für eine weltoffene und gerechte Politik engagieren wollen und die keine Lust auf eine schwarze Republik haben.
Www.rote-wahlmannschaft.de ist das Unterstützerportal für den Wahlkampf. Registrierte Freiwillige erhalten exklusive Informationen und vielfältige Anregungen, sich aktiv in den Wahlkampf einzuschalten. So finden sich zum Beispiel Texte für das Einladen von Freunden zur Roten Wahlmannschaft und viele Banner, um die Wahlmannschaft bekannt zu machen.

Verbunden ist dieser Kommentar mit einem Link auf beworbene Website. Der Kommentar wurde von der IP 62.145.25.51 abgegeben. Die Firma Face2Net zählt unter anderem den SPD Parteivorstand zu ihren Kunden.
Das heißt also, dass die SPD Werbeschaffende dafür bezahlt, damit diese mit Copy-and-Paste-Technik Kommentare in Blogs setzen, die offenbar irgendwie mit der SPD zu tun hätten. Habe ich aber überhaupt nicht.
Nun kommt hinzu, dass ich dank meiner rudimentären Englisch-Kenntnisse einen kleinen Text unter das Kommentarfeld gesetzt habe, der da besagt Be gentle. Don’t spam. Advertizing here will cost you EUR 250,- (+ VAT) per week.. Einfach, weil ich keine Lust habe, dass Leute einen Kommentar missbrauchen, um ungeniert Werbung zu betreiben. Und englisch deswegen, weil eine Kategorie (Social bookmarks) dieses Blogs überwiegend in englischer Sprache geschrieben wird und ein internationales Publikum hat. Diesen Satz zu überlesen, ist quasi unmöglich, weil man zum Kommentieren hier erst auf Vorschau klicken muss, bevor ein Kommentar abgesendet werden kann, ihn also zweimal im Blickfeld hat. Zudem ist der Hinweis fett gesetzt.

Jetzt ließen sich viele wenn, hätte, wäre einfügen. Tue ich aber erst einmal nicht. In den nächsten Tagen bin ich beruflich unterwegs, danach wird Face2Net Post bekommen. Fortsetzung folgt…

PS ...und zwar hier

# · 6. Juli 2005, 20:47 · 481 Wörter
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1 Kommentar(e) · Kommentieren!

Kommentar

  1. bembelkandidat aus mainhatten - 6. Juli 2005, 21:38
    Trackback von bembelkandidat aus mainhatten:
    linkslastige blogosphäre?

    angela-nein-button ist die blogosphäre "einseitig" linkslastig, wird sie von einer "flut von linksorientierten wahlblogs bedenklich" bedroht? auffällig sind in der tat die vielen spd-nahen blogs à la mein-parteibuch oder die anti-merkel/cdu-blogs (stoppt-merkel, waehlt-cdu.net, merkel-darf-nicht-kanzler-werden, ...) einen triftigen grund findet mathias fischer in der momentanen siegesgewißheit der union: "Die CDU scheint sich wirklich nicht anstrengen zu müssen, die Bilanz ist miserabel. Es sollte genügen mit dem nackten Finger auf die SPD zu zeigen, um auch ohne eigenes Programm die Wahl gewinnen zu können. Warum sollte sich die CDU innovativ im Internet zeigen, warum die Möglichkeiten der Interaktivität - wie zum Beispiel in Weblogs - ausnutzen, um Wähler zu gewinnen."

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