Mein liebster Romananfang

Sollte man auch ohne Google-Hilfe kennen:

Ils avaient annoncé des orages pour la fin de la journée, mais le ciel restait bleu et le vent était tombé.

Oder in der Übersetzung:

Für den frühen Abend war Gewitter angesagt, aber der Himmel blieb blau und der Wind hatte nachgelassen.

Bildungsbürgerliches Stöckchen von Dirk Nolte. Für eine profunde Übersetzungskritik (des Romananfangs) fehlt leider die Zeit.

Weitergabe an Markus Trapp.

14. August 2008, 21:50 · Kommentar/e [9] · Kategorien & · Tags , , ,

Fünf Tipps für bodenständigen Blogerfolg

Kurze, ätzende Antwort auf einen weiteren unsäglichen Artikel (kulturtheoretisch könnte man die Hypothese aufstellen “mit den Listen kam die Dummheit”), vielleicht habe ich auch einfach die Ironie nicht verstanden.

1. Leben ohne Wordpress

Seltsamerweise wird Wordpress für ein sehr empfehlenswertes Blog-CMS gehalten, was vor dem Hintergrund des unübersichtlichen Backends, den relativ aufwändig anzupassenden Layouts und den fast hysterisch häufigen Sicherheitsfixes nur schwer nachzuvollziehen ist. Hinzu kommt der übliche ermüdende Effekt, wenn Standard-Templates benutzt werden (wohl immer noch Kubrick?) oder andere Templates nur unzureichend lokalisiert sind.
Selbst die Leute, denen das nüchterne, trackbacklose Textpattern nicht gefällt, sollten erst einmal andere CMS anschauen – hier oder dort.

2. Lieber wenig, aber gut schreiben

Es gibt viele Arten, gut zu schreiben – ich persönlich halte einen nüchternen, eher unprivaten, aber sarkastischen Schreibstil für angemessen. Es ist mir klar, dass dies nur eine Meinung von vielen ist. Allerdings sollte von Beginn an klar sein, dass man entweder was Wichtiges zu sagen hat (oder fest daran glaubt), oder doch besser die Klappe hält, zumindest, wenn man sich gewisse ethische und publizistische Ansprüche einbildet.
Wer nur Blabla liefert, sollte andere Wege der Abfallentsorgung wählen. Ebensowenig muss man jedes Meme mitmachen, kann es aber hier und dort durchaus tun. Dabei ist es wie zu Weihnachten durchaus möglich, profane oder private Inhalte ansprechend zu verpacken. Wer es braucht…

3. Keine Ads

Google- oder andere Ads sollten zumindest zu Beginn gar nicht oder äußerst sparsam eingesetzt werden. Ads stehen einer geschmackssicheren und umsichtigen Gestaltung meist hoffnungslos im Wege. Es ist erschreckend, wie viele Weblogs inzwischen an eine Litfasssäule erinnern und die Frage aufwerfen, ob es denn auch Content gäbe. Schließlich lässt man sich seine Visitenkarten auch nicht von Coca-Cola sponsern, oder?
Werbung für eigene Unternehmen oder Publikationen sind dagegen tolerierbar.

4. Kein Spookmarking

Wer das Gefühl hat, etwas Tolles oder Richtungsweisendes geschrieben zu haben und das unbedingt mitteilen muss, kann natürlich seine Seiten bei Mister Wong, del.icio.us und Co. ablegen. Beispielsweise ein Vergleich der beliebtesten Online-Officetools, ein stilistisch und formal gelungener Rant gegen Microsoft, die SPD oder Adical bzw. etwas ähnliches – wer so etwas wirklich gut verfasst, dessen Beitrag landet ohnehin auf einigen SB sites… Wer meint, jeden seiner Ergüsse abspeichern zu müssen, ist ein stinkender Möchtegern-SEO.
Ebensowenig braucht man eine Batterie von Icons unter seinen Artikeln. Wer social bookmarks nutzt, verfügt im Normalfall über ein Bookmarklet oder eine Toolbar, anstatt auf ein Icon unter zehn, zwanzig oder mehr zu klicken.

5. Kontrolle behalten

“Kontrolle behalten” heißt, keine externen Skripte einzubinden. Schließlich soll sich der Seitenaufbau nicht sekundenlang verzögern, weil der Server, auf dem das Skript XY liegt, schlichtweg überlastet ist. Viele Elemente lassen sich auch mit serverseitigen Lösungen wie zum Beispiel Magpie und dessen Derivaten einbauen.
Stattdessen sollte man sich fragen, wie viele (externe) Badges, Listen o.ä. man eigentlich braucht. Manchmal ist weniger mehr.
Ebenso empfiehlt es sich, auf die Dienste von Feedburner zu verzichten, es sei denn, man steht auf eher mickymausartige Statistiken mit wirklich nur begrenztem Aussagewert.

Just my 2 cents in 5 minutes.

Disclaimer:
Ich behaupte natürlich keineswegs, immer alles richtig zu machen oder gemacht zu haben, eher im Gegenteil.

5. Januar 2008, 15:19 · Kommentar/e [6] · Kategorien & · Tags , , ,

Frohes Neues Jahr (2)

The same procedure as last year.

5. Januar 2008, 15:13 · Kommentar/e · Kategorien & · Tags

Das Beste 2007

Schrecklich subjektive Auswahl aus rund 150 Einträgen

  • Spamming per UPS von einem Absender, der sich auf Kleister reimt – es macht Spaß, undankbar zu sein.
  • Sevenload ist doof, spätestens seit der Kooperation mit drittklassigen Fernsehshows.
  • Erfolgreich bloggen mag ich nach wie vor nicht.
  • xtCommerce – ein Leben zwischen Quelltext und Sicherheits-Updates.
  • Den Spruch dumme taz halte ich nach wie vor für einen Neoplasmus.
  • DaimlerChrysler gibt es ja nicht mehr. Nicht mit diesem Namen.
  • TXP oder s9y – erst seit einem Jahr fahren wir nach ein paar Monaten s9y wieder (komplett) mit TXP. Kommt einem vor wie ein Jahrzehnt…

Wem das nicht reicht, muss alles lesen…

28. Dezember 2007, 07:55 · Kommentar/e · Kategorien & · Tags , ,

Volvo?

Ich hab den Hinweis auf den Markennamen nicht gefunden, soll aber einer sein.

Hupe defekt, Knacken vorne, Tempomat hält Tempo nicht, zwei Motoren in zwei Außenspiegeln ausgefallen, Navi kennt Prenzlauer Allee nicht, Blende am Unterboden löst sich, Navi-Bildschirm fällt sporadisch aus … was ein Auto.

Thilo Baum Lounge – Autoaggression (via d.s.w.n.w.s.t.s.)

Nachtrag: Jetzt findet man ihn. ;-)

23. November 2007, 21:26 · Kommentar/e und Trackback/s [1] · Kategorien & · Tags

Vier

Vier Jahre im Dienste des Lesers (manchmal auch im Dienste der Leserin). Mal häufiger, mal seltener.

Wollte ich nur mal anmerken, bevor hier gefeiert wird.

19. September 2007, 13:04 · Kommentar/e und Trackback/s [2] · Kategorien & · Tags ,

Autoroll?

Aus einer E-Mail:

Ich habe Ihren Blog bei Technorati entdeckt und möchte Ihnen mitteilen, dass wir vor einigen Wochen AutoRoll auf den Markt gebracht haben. Dieses neue Widget für Blogger wurde bereits auf mehr als 3000 Blogs installiert. Die Resonanz der Blogger war äußerst viel versprechend, so dass wir uns entschieden haben, es auch Ihnen zur Verfügung zu stellen.

Nice. Gibt es immer noch Leute, die “der Blog” sagen. Aber wer bitte braucht ein Tool, das anzeigt, was dessen Leser sonst noch lesen. Quasi wie bei einem Buchhändler, der mir sagt “Leute, die diese Heizdecke angeschaut haben, haben auch diese Rheumakissen gekauft”. In diesem Fall der Leserlesegewohnheiten finde ich das sehr krass zweimal um die Ecke gedacht. Sachen, die die Welt nicht nicht braucht. Und 3000 klingt nach viel, aber gesehen habe ich das noch nicht, findet sich wahrscheinlich eher auf E- und F-Blogs.

2. August 2007, 13:20 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags ,


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