Doofe Stadt Duisburg

Die Stadt Duisburg macht gerne lustige Sachen. Sie schickt Lohnsteuerkarten, die man gar nicht mehr will und braucht, schreibt dazu, dass man sie ja beantragt hätte (hat man aber nicht), dann fordert sie die Karten zurück und wenn man – wie telephonisch abgesprochen – die Karten unfrei zurücksendet, wird kurzerhand die Annahme verweigert und die Karten zurückgeschickt. Selber schuld, jetzt soll sie ruhig angekrochen kommen.
Die Titanic soll Duisburg mal als überflüssigste Stadt Deutschlands bezeichnet haben. Ist wohl was dran.

Herrschaftszeiten, in Bayern passiert so etwas doch hoffentlich nicht.

9. Februar 2006, 12:57 · Kommentar/e und Trackback/s [2] · Kategorien & · Tags , , ,

Kandidatenwatch im Test - Punkt für die FDP

Vor ein paar Tagen habe ich ja bereits über Kandidatenwatch berichtet – klar, dass man da mal einen Versuchsballon steigen lässt (ähnlich wie Perun es auf eigene Initiative gemacht hat).
Im Wahlkreis Duisburg II gibt es momentan sechs Kandidaten, wobei die Linkspartei und die MLPD erst später dazukamen. Nun habe ich zuerst eine Frage gestellt; an die Linkspartei mit einwöchiger Verspätung, die MLPD bleibt draußen, weil a) ich sie erst heute gesehen habe, und b) beim besten Willen, Willy Dickhut schon lange, lange tot ist (und die MLer wohl auch).

Der einzige Kandidat, der bislang überhaupt auf eine Frage geantwortet hat, ist Thomas Wolters von der FDP, der übrigens auch ein Blog hat. Das gibt – trotz einer eher flauen, unbestimmten Antwort – ein Ehrenpünktchen.

Was ist nur mit den anderen Politikern los? Keine Ahnung vom Netz? Keine Lust? Kein Bock auf Wählerwerbung?

12. August 2005, 18:31 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , ,

Rothe Erde

Rothe ErdeDuisburger haben ja ein Faible für Industrieästhetik; nicht ohne Grund gibt es hier einen Landschaftspark, vollgestellt mit Schrott im wahren Sinne des Wortes.

Aber um den geht es hier gar nicht, sondern um eine Aachener Ausstellung mit schicken, zeitgenössischen Fotos der Hütte in Rothe Erde (mit »th«, ganz richtig).

25. Juli 2005, 18:12 · Kommentar/e und Trackback/s [3] · Kategorien & · Tags , ,

Nazis in Duisburg-Hamborn

Gegen DeppenAm 16. Juli wollten die NPD und ihre Freunde einen Marsch durch Hamborn unternehmen, gegen einen geplanten Moscheebau und gegen Multikulti. Zwar hat die Stadt ehrenhafterweise dagegen gehalten – wir haben ja dann die World Games zu Gast, da kommen braune Gäste ungelegen – hat aber einer Demonstration am 30. Juli zugestimmt. Na prima.
Zur moralischen Einstimmung empfehle ich das Buch Tatort Duisburg aus dem Klartextverlag, das in zwei Bänden den antifaschistischen Widerstand 1933-45 dokumentiert. Denn in Hamborn war die KPD selbst im März 1933 noch stärkste Kraft. Es gab Viertel in Hamborn, in die sich die SA erst 1933, und dann auch nur mit Panzerwagen, hineingetraut hat. Nebenbei sollten die Duisburger ebenso wenig vergessen, dass am 2. Mai 1933 vier hiesige Gewerkschafter erschlagen wurden.
Und wenn man schon dabei ist, sollte der Spielfilm Komm und Sieh (Idi i smotri) angesehen werden, der die Verbrechen der Wehrmacht in Weißrußland eindringlich thematisiert.

1. Juli 2005, 16:23 · Kommentar/e und Trackback/s [2] · Kategorien & · Tags , ,

World Games 2005: Männliches und weibliches Tauziehen

Dass es genügend Gründe gibt, über die World Games in Duisburg zu lächeln, konnten aufmerksame Leser schon hier, hier und hier nachlesen.
Nur eine Frage muss ich noch nachreichen: Warum eigentlich wurden die Eintrittspreise so gestaltet, dass das Tauziehen der Herren EUR 7,15 kostet, das Tauziehen der Damen aber nur EUR 4,65? Mangel an Muskeln (bei den Frauen) oder fehlender Grips (bei den Verantwortlichen)?

6. Juni 2005, 17:20 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags ,

Eine ganze Stadt auf LSD

World Games Duisburg 2005

Na – was will uns dieses Schild sagen? Man könnte meinen »Diese Stadt ist auf LSD« oder »Nächste Woche Christopher Street Day«.
Nein, es ist der dutzendfach aufgestellte Hinweis auf die World Games 2005, die u.a. in Duisburg stattfinden werden (hier schon bekrittelt). Nur schade, dass dieser tolle Entwurf kaum zu lesen ist (ein Foto bei Sonnenschein hätte irreparable Augenschäden zur Folge gehabt).

Jetzt meldet die NRZ, dass für Tribünen »plötzlich« Mehrkosten in Höhe von einer Million Euro plus X fällig sind. Das ist ja eigentlich normal, obwohl die Begründung fast schmerzt. Aber dass niemand daran gedacht hat, dass Umsatzsteuer gezahlt werden könnte oder müsste…

5. Mai 2005, 14:01 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags ,

Eier für Münte

Duisburg im Fernsehen! Was sonst nur Schimanski schaffte. Oder wenn wieder eine Stadt der Unzufriedenen gesucht wird.
Dabei ist Duisburg ein heißes Pflaster für Sozialdemokraten. Hat Franz Müntefering schon vor fünf Jahren erlebt.

2. Mai 2005, 13:55 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , ,


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