Eine Hotline fast wia im richtigen Leben

Dieses Video erklärt sehr anschaulich, warum Belgien in beiden Weltkriegen gleich zu Beginn von Deutschland überrannt wurde – bei diesem Humor.

30. Januar 2011, 20:28 · Kommentar/e · Kategorien & · Tags , , , ,

Spiel, Spaß und Spannung - heute mit dem Asus-Support

Leider gehöre ich zu den unglücklichen Menschen, die ein ASUS Notebook erworben haben. Es ist rund zwei Jahre alt und dafür fast schon reif für die Tonne – der Steuerberater scharrt im Hintergrund schon mit den Hufen – aber in den beiden Jahren habe ich damit auch viel erlebt: Nach nicht ganz einem Jahr ist der Akku kaputt. Das ist bei jemandem, der mit seinem Notebook zwar an wechselnden Orten arbeitet, die sämtlich in der Nähe einer Steckdose sind, schon recht verschmerzbar, also quasi nicht zeitkritisch. Gut, dass das Jahr nicht rum ist, denn dann gibt es von Asus ein Ersatzakku auf Garantiebasis. Wenige Monate später häufen sich die Ausfälle und Abstürze. Selbst wenn man seinen Installationsvorgang und Backups rationalisiert, ist das zeitaufwendig und somit kostspielig. In diesem Moment zeigt sich der Verkäufer kulant, baut eine neue Festplatte ein und führt ein Upgrade auf Windows 7 durch. Keine Abstürze mehr und die Feststellung, dass Windows 7 deutlich besser funktioniert als Vista. Soweit die Vorgeschichte.

Vor einigen Monaten spinnt dann das Netzteil und/oder das Akku. Kurz bevor ich das Notebook an den Support schicke, sehe ich, dass das Kabel am Netzteil angebrochen ist. Böse Falle – Kabelbruch.

Also Support angerufen und informiert, dass nun doch nur ein Netzteil kommt, mit Rechnung als Paket verschickt und – warten. Noch länger warten. Und weiter warten … Nach sechs Werktagen die Erkenntnis, dass man doch besser anrufen sollte. Tatsächlich erfahre ich jetzt, dass ich einen Kostenvoranschlag erhalten soll, weil das Gerät laut Seriennummer ja keine Garantie mehr habe. Ich erkläre, dass das Gerät erst im Dezember 2008 erworben wurde. Achso, kein Problem, heißt es, da sei wohl die Rechnung beim Auspacken übersehen worden. Mein Einwand, dass es ja bereits vor einem Jahr einen Reparaturfall mit der gleichen Seriennummer und der gleichen Rechnung gegeben hätte, wird beiseite geschoben, das würde die Kollegen nicht interessieren. Ebenso wenig erfahre ich, was die Kollegen in den letzten Tagen wohl gemacht hätten. So ein Paket aufzumachen, muss ja anscheinend Tage dauern (irgendwo hatte ich etwas von einem Turnaround bei Asus von vier Tagen gehört). Die E-Mail ginge laut Hotline genau jetzt raus, ich solle bitte darauf antworten. Es ist Freitag, 11.30 Uhr, und ich warte.

Gegen 12.00 Uhr rufe ich nochmals an. Nein, die E-Mail ginge jetzt wirklich nochmals raus, und tatsächlich, nur eine Stunde später ist ein Kostenvoranschlag da. Also Rechnung mit Fallnummer versehen und an die dort genannte Nummer gefaxt und an die entsprechende E-Mail-Adresse versandt. Im Kostenvoranschlag wird mir übrigens angeboten, entweder das Netzteil für 78 Euro reparieren zu lassen, es für 21 Euro unrepariert an mich zurückschicken oder aber kostenlos entsorgen zu lassen. Im Versandhandel kostet ein entsprechendes Netzteil übrigens rund 33 Euro – selbst mit 100 %-igem Aufschlag für den Namen “Asus” sollte ein neues Netzteil preiswerter als die angebotene Reparatur sein.

Montagmorgen folgt das nächste Gespräch mit dem Asus-Support. Ich hätte doch einen Kostenvoranschlag erhalten. Nein, man könne mir jetzt nicht weiterhelfen, denn die Datenbank der Reparaturstelle bei Arvato könne man nicht einsehen, ich solle mich doch bis Dienstag gedulden. Diese Auskunft bringt mich dazu, doch einfach mal bei Arvato anzurufen. Auch hier die gleiche Ansage – ich hätte doch einen Kostenvoranschlag erhalten. Stimmt, habe ich, aber die Rechnung? Die habe wohl die Reparaturabteilung auf ihrem Fax bekommen, ich solle die Rechnung doch an die Endstelle XY der Hotline senden, da könne man das dann einsehen. Es passiert jedoch nichts. Kommunikation per E-Mail scheint eine Einbahnstraße zu sein.

Langsam verliert man Geduld und Lust an dieser Art von Gesprächstherapie. Am Dienstagmittag werde ich von der Hotline gebeten, die Rechnung nochmals per E-Mail einzusenden. Klar, kein Problem, ein richtig schön geharnischtes Schreiben gibt es noch obendrauf.

Mittwochs erhalte ich gegen 9.30 Uhr eine E-Mail von Arvato, das Gerät werde nun “über die Garantie Instand [sic!] gesetzt”. Meine Anfragen und Kritiken bleiben dagegen völlig unkommentiert. Und unbeantwortet. Schon eine halbe Stunde später erhalte ich noch eine E-Mail, diesmal von Asus selbst, “dass die Reparatur als Garantieleistung erfolgt”. Mehr nicht, immerhin auch nicht weniger. Gleich zwei Mitteilungen in dieser Sache – ist das etwa mein Glückstag? Ich überlege einige Stunden, ob denn nun beide Seiten das Gleiche gemeint haben und ob ich mir eventuell Sorgen machen sollte.

Immerhin trifft das reparierte Netzteil am Montag danach ein. Ob es auf diesem Weg mit der Post oder mit Kamelen transportiert wurde, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Nachtrag
In dubio pro Arvato. Auch wenn die Arvato-Mitarbeiter bei diesem Vorgang den Eindruck erwecken könnten, dass sie die Intelligenz eines Ziegelsteins hätten, so muss ich der Fairness halber darauf hinweisen, dass ich nur wenige Wochen später mein Blackberry Bold austauschen musste. Der Provider o2 greift auch auf die Dienstleistungen von Arvato zurück. Diesmal verlief der Austausch (Zustellung und Austausch beim Kunden) absolut problemlos, schnell und termingenau. Es geht also auch anders…

28. Januar 2011, 15:46 · Kommentar/e · Kategorien & · Tags , , , ,

Diigo mit Premium-Accounts

Der von mir außerordentlich geschätzte Bookmarking-Dienst Diigo bietet ab sofort eine Premiumvariante an:

After considerable thought, we feel comfortable and confident that adopting a free + premium model for Diigo will allow us to serve our users even better: it will give us more resources to keep on making rapid and continuous improvements, and to provide better customer support.

Der Vergleich zeigt auf, dass es sich bei dem Modell eher um ein Downgrade der kostenlosen Variante geht. Was auch auffällt: Bestimmte Premiumfunktionen setzen den Internet Explorer oder Firefox voraus, demnächst auch Chrome. Safari oder Opera müssen anscheinend beide draußen bleiben. Das ist äußerst schade und wohl für nicht wenige Benutzer ein K.o.-Kriterium. Bis auf den Cache oder die Volltextsuche vermag ich gar nichts zu entdecken, was auch nur annähernd fünf Dollar im Monat rechtfertigen würde. Da sollte diigo dringend nachlegen.

6. September 2010, 20:55 · Kommentar/e · Kategorien & · Tags , , , , , , ,

Zalando spammt mit Paketen

Hallo Zalando,

ich finde es nicht lustig, ein leeres Paket mit einem Schuhkarton von Dir zu erhalten, in dem ein spaßiger Brief mir suggeriert, dass es jetzt neue Schuhe bei Dir gäbe. Gar nicht lustig. Vor allem frage ich mich, woher Du die Adresse hast. Im allerschlimmsten anzunehmenden Fall von einem windigen Adressenhändler, dessen Cousin 33. Grades der schmierige Werbefuzzi ist, der Euch diese dümmliche Kampagne eingeflüstert hat.

Für die rechtlich zumindest fragwürdige Verwendung meiner Adresse gibt es ja dann immerhin das hier, das spart Zeit und Nerven und zeigt dem geneigten Verbraucher auch mal, ob und wie eine billige Internetklitsche auf seine gröbsten Verstöße gegen Datenschutz und Wettbewerbsrecht reagiert.

Onlinehandel ist eine nette Sache, aber Ihr habt zielsicher einen der Wege genommen, gleich aus der Schar potenzieller Händler gekickt zu werden.

Euer Nichtkunde

24. Juli 2010, 23:06 · Kommentar/e [5] · Kategorien & · Tags , , ,

Lifestream anybody?

Die Mädels von construktiv haben mir eine Einladung zu lifestream.fm nebst Lkw-Ladungen an Einladungscodes zukommen lassen.

Also bitte hier oder dort melden.

21. Juli 2008, 11:12 · Kommentar/e [2] · Kategorien & · Tags

Bester Aprilscherz der Welt

Weil hier momentan aus beruflichen Gründen wenig läuft… mit ein paar Tagen Verspätung der beste Aprilscherz der Welt.

3. April 2008, 07:51 · Kommentar/e [1] · Kategorien & · Tags , , ,

Finger weg von Lebensmittelfotos.com und anderen...

In den letzten Wochen wurden Lebensmittelfotos.com oder andere Projekte als Schutz vor Abmahnungen angepriesen. Wie so häufig wird an den Symptomen, nicht an den Ursachen eines Problems herumgedoktort. Und leider viel zu selten wird vor den grundlegenden Gefahren dieser Seiten gewarnt. Ein paar Punkte zu den Gefahren auf Lebensmittelfotos.com.

Wo liegen denn die rechtlichen Probleme?

  • Fotos dürfen nur von angemeldeten Nutzern hochgeladen werden. Anmeldungen können beim besten Willen jedoch nicht auf Fakeaccounts kontrolliert werden. Jede beliebige Postadresse kann eingetragen werden. Eine Überprüfung über einen Anruf wäre denkbar, ließe sich aber schön umgehen: ich gebe entweder eine nicht rückverfolgbare Prepaid-Mobilrufnummer ein oder gar keine, oder mein Hausmädchen, mein Chauffeur oder meine Katze gehen an den Apparat und sagen “ja, ich wars und amen”. Rechtlich ist ein solcher Kontrollanruf ohnehin bedenklich und wäre juristisch kaum verwertbar. Das Postkartensystem à la Ebay ließe zwar sich immerhin automatisieren und wäre unterm Strich deutlich günstiger, lässt sich jedoch in vielen Wohnumfeldern leicht aushebeln. Eine Speicherung von IP-Adressen erlaubt nur einen Zugriff auf diejenigen, die nicht anonym surfen. Hohe kriminelle Energie ist in keinem der Beispiele vonnöten.
  • Bereits im Plusminus-Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass die Kniepertschen Kunstwerke auch mal über Umwege aus dem Ausland den Weg auf deutsche Webseiten gefunden hätten. Wenn der erste Nutzer von Lebensmittelfotos.com – sogar ein echter, realer Nutzer – “echt tolle” Fotos eines Bekannten herauflädt, sind alle Vorsichtsmaßnahmen zwecklos. Egal ob es Dummheit, Fahrlässigkeit oder Absicht war. Kann Lebensmittelfotos.com dieses Problem unterbinden? Und wer haftet dann? Bekommt man dann Post von Petereits Anwälten? Tolles Projekt… Für die Justiz haftet in diesem Fall vermutlich Lebensmittelfotos.com, egal, wer die Fotos eingestellt hat. Und damit ist dieses Projekt wohl dann tot.
  • Weitere Frage: Wer haftet, wenn urheberrechtlich geschützte Fotos aufgetaucht sein sollten und vor einer Löschung bereits weiter verbreitet werden? Auf andere Webseiten oder in Foren kopiert werden, am besten mit dem Hinweis, das sei ja nun public domain. Haften wird in den meisten Fällen der Nutzer und seine Folgekopierer. Tja, selber schuld. Und selber zahlen.
  • Ist die Urheberrechtserklärung bei der Anmeldung rechtlich einwandfrei? Unwahrscheinlich, sondern vermutlich ist diese nur kopiert. Dieses Vorgehen ist dilettantisch. Hier sollte mithilfe eines Anwalts nachgebessert werden.
  • Die begleitenden Texte grenzen an Körperverletzung. Klischee komm raus, Du bist umzingelt. Das hat nichts mit SEO zu tun, das ist nur peinlich. Kann man die Texte auch ausblenden? Wer über Google hierher findet, den werden die seltsamen Texte davon abhalten, hier Fotos zu kopieren.
  • Es fehlen klare, deutliche Hinweise auf der Startseite, was es mit Abmahnungen etc. pp. auf sich hat. Das Projekt scheint derzeit von Insidern für Insider gemacht zu sein. Unter dem Punkt Wichtiges gibt es viel Papier, aber keine substanzielle Erklärung. Den üblichen “Opfern” des Bilderklaus bleibt das Prinzip der Seite unverständlich.
  • Ebenso fehlt die Transparenz, wie sich die Seite trägt und finanziert, was mit Spenden geschieht etc.

Es geht nicht darum, sicherlich gut gemeinte Projekte schlechtzureden, sondern nur, aufzuzeigen, auf welch’ tönernen Füßen dieses Projekt steht und welche handwerklichen Fehler es begleiten. Wir sind mal so freundlich und sehen den Drahtzieher dieses Projekts als rechtlich ahnungslosen Altruisten (klick und klick mit rhythmischer Betonung des allerersten Satzes) und selbstverständlich nicht als profilneurotischen Marktschreier und Trigaminutte, wie es eine oberbayerische Lichtgestalt an anderer Stelle manchmal tut.
Natürlich: Ich bin kein Jurist, aber 1 plus 1 macht bei mir meist 2. Ist nun mal so, da kann ich nichts zu.

Grundsätzlich gilt: Kopieren ist strafbar. Bilder aus dem Internet sind kein Allgemeingut. Wenn ich mich über Contentklau aufrege, dann gezwungenermaßen auch über Bilderklau. Folkert Knieper mag unsympathisch sein und falsche, überzogene und verabscheuungswürdige Mittel wählen. In der Sache hat er allerdings grundsätzlich Recht. Deswegen bekommt er es ja auch.

Und was kann man dann tun?

Geholfen wäre vielen Nutzern eher mit Artikeln

  • wie man akzeptable Fotos macht.
  • wie man mit Urheberrecht umgeht.
  • dass selbst für Fotos von Flickr unterschiedliche Formen des Urheberrechts gelten (und diese Bilder ebenso geklaut sein könnten, das ist so wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie bei Lebensmittelfotos.com). An Flickr kommen Abmahner nicht ran, an Euch schon.
  • dass man Bilder nicht aus der Googlesuche klaut. Punktum.
  • dass Wikimedia ein wasserdichteres Konzept hat.
  • dass man Fotos am besten selber macht. Oder sonst unter Umständen sehr viel Geld zahlen muss.

Achja: da der Urheber meine Aussagen gerne falsch versteht: Ich rufe natürlich keineswegs dazu auf, Fakeaccounts auf Lebensmittelfotos.com zu eröffnen oder dort urheberrechtlich problematische Fotos einzustellen.

28. Februar 2008, 10:56 · Kommentar/e [14] · Kategorien & · Tags , , , ,


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