Leonard Cohen en català
Der Herr Kantel hat mal wieder einen netten Interpreten gefunden.
Jordi Calmet Xartó, bekannt als Jorcx, ist cantautor und – ich höre die katalanophobe Leserschaft schon brüllen – er ist Katalane. Klar, dass er Leonard Cohen in seiner Sprache singt. Das klingt manchmal ganz lustig, und ist bei bekannteren Stücken wie Suzanne oder First we take Manhattan (naja… Prendrem primer Manhattan) eine nette Idee für den wöchentlich fälligen Katalanischkurs…
;-)
Neun Stufen der musikalischen Hölle
In Anlehnung bzw. Ergänzung eines Artikels anderswo präsentiere ich hier weitere Personen, welche die Welt nicht braucht. Und vor allem, die sie nicht mehr hören möchte.
Simply Red
Von den Dubliners habe ich mal gelesen, einer ihrer Sänger klinge so wie ein Hahn, der unter der Tür durchgezogen wird. Ich habe mir das nie vorstellen können, bis ich zum ersten Mal Simply Red hörte. Bei dieser schrecklich quäkenden Stimme fragt man sich, warum sich nur Sänger anderer Bands ins Jenseits befördern. Hier wäre viel stärkerer Handlungsbedarf.
BAP
Von Götz Alsmann kenne ich die charmante Umschreibung »_political correctness_ op kölsche mondart« (oder so ähnlich). Nun gibt es diese Gruppe nicht mehr, allerdings wurde vergessen, die Verbreitung der Lieder zu verbieten und Wolfgang Niedecken einzufangen. Oder zumindest zu knebeln.
Marius Müller-Westernhagen
Bei diesem Herrn muss ich hinzufügen, dass man Teile seines Frühwerks durchaus hören kann, andere Teile desselben, insbesondere die, welche nach wie vor abgedudelt werden, gerne in die Tonne gehören. MMW ist der empirische Beweis dafür, dass Koksen zu massiven Spätschäden im Gehirn führt.
Tote Hosen
Was für MMW der Koks, war bei den Toten Hosen das Dosenbier. Campino macht nach wie vor den alibi-politisch-korrekten Menschen, und das so schlecht, das einem übel wird. Die Gruppe nennt sich Punkband und war von Beginn an im Mainstream.
Pur
Pur ist die Karikatur eines Gutmenschentums, das zu Beginn der 90er einen großen Teil der hirnamputierten Bevölkerung ergriff. Wenn Hartmut Engler erklären möchte, was gut und schlecht ist, wünscht man sich fast, er möge bitte wieder singen, aber auch das ist schlichtweg unerträglich. Wir fassen uns jetzt an den Händen, haben uns alle lieb und dann kotzen wir uns vor die Füße.
Die Prinzen
Der Fall der Mauer brachte neben Lothar Bisky und dem Ampelmännchen auch diese bösen Leute nach Gesamtdeutschland. Die letzte Rache der Stasi. Und wenn nicht, möchte man sich gerne ausmalen, wie viele Jahre Arbeitslager in der DDR diesen Menschen gewünscht hätte. Vielleicht hätten sie dann nie zu singen angefangen…
Dire Straits
Zu den Musikern, die ich von Jugendjahren an hasse, zählt diese Gruppe. Glücklicherweise sind meine Reflexe gut genug ausgebildet, dass ich an jedem beliebigen Radio sehr schnell den Knopf zum Ausschalten finde. Nur im Supermarkt gibt es den leider nicht…
Neue Deutsche Welle
Da gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die spontan einen Fluchtreiz auslösen, insbesondere Geier Sturzflug, Purple Schulz, Spider Murphy Gang oder Trio. Glücklicherweise schaffen es diese Leute hute nicht einmal mehr in die C-Prominenz. In anderen Lebensbereichen nennt sich das natürliche Auslese.
Bon Jovi
So häufig und breit und dämlich grinsend wie man Jon Bon Jovi im Fernsehen sieht, muss er einen ganzen Lastwagen voll Koks zu Hause stehen haben. Hören muss man ihn und seinen Schmu als Hintergrund bei fast jeder Sendung außer der Tagesschau, aber das kann nur noch wenige Monate dauern. Die Musik ist einfach gleichlautend schlecht, megaout und miserabel.
Schade, dass man Musiker nicht abwählen kann…. und Helden wie Scorpions, Opus, Joe Cocker sind, wie gesagt, bereits anderweitig abgehandelt worden, da oben die Zahl neun steht, fallen leider auch Heroes del Silencio, Bryan Adams und andere unter den Schneidetisch.
Live Acht
Manchmal frage ich mich, warum Musiker manchmal nicht das machen, womit sie Geld verdienen – Musik nämlich – sondern meinen, sich als Weltenretter betätigen zu müssen. Bei einigen Vertretern des Genres kann man vermuten, dass das durch eine Überdosis Koks oder Alk verursacht wurde – siehe Marius Müller-Westernhagen oder Campino. Alleine die Ursache zu erahnen, macht diese Leute nicht gerade sympathischer, geschweige denn ihre Musik erträglicher.Nun machen sie ein Riesenspektakel für die Ärmsten dieser Welt, in dem Bewusstsein, jetzt mal eben noch berühmter und selbstloser auszusehen, und nebenbei ihr nächstes Album besser verkaufen zu können. Nur wenn das Publikum Glück hat, sieht und hört man sie (so wie Bob Geldof) fast gar nicht mehr. Wahrscheinlich sind Gutmenschen wie Hartmut Engler auch dabei. Dutzende von Leuten, die sich gerne reden hören. Am Ende noch der Kanzler?
Schuldenerlass ist so eine Sache. Ist ja ganz nett, nur sollte auch mal hinterfragt werden, wieso (wie geplant) beispielsweise dem armen, armen Bolivien Geld erlassen werden soll, wenn Wochen zuvor Tausende Bolivianer auf die Straße gehen, damit die Geschäfte mit den Bodenschätzen mal verstaatlicht werden sollen. Irgendetwas stimmt da doch nicht.
Außerdem läuft man in Berlin heute Gefahr, von Cherno Jobadingsda (der bloggt jetzt bei AOL, das ist hochdämlich und passt zu ihm) über den Haufen gerannt zu werden. Denken möchte ich auch nicht an die Tausende Teens, die noch heute im Berliner ÖPNV rumkreischen, -kotzen und -schwitzen werden.
PS Gerade gefunden: No politics, please! – »absolut kein Gegeifere oder Wettern gegen Bush, Blair oder den Irakkrieg«. Na prima, die Welt ist gut, wir haben uns alle lieb und fassen uns jetzt an den Händen…
Israel Kamakawiwo'ole - Somewhere over the Rainbow etc.
Nachdem ich das hier gelesen habe, muss ich die einmalige Kompilation Somewhere over the Rainbow – What a Wonderful World vom Dicken mit der Ukulele weiterempfehlen, und natürlich auch die zugehörigen G’schichten bei IT&W. Aber nicht gleich 54-mal hören!
Das ist der dritte Eintrag in der Kategorie Musik. Wir machen Fortschritte.
Nachtrag: Weil es Google ja so gut mit mir meint und so viele Leute hier Ihren Selbsterfahrungssenf in den Kommentaren verbreiten, hier – tataa – das Video.
Komponieren wie Bohlen
Jeder PC kann ein Synthesizer sein. Wem das schon zu kompliziert ist, kann mit Bodo Wartkes Liebesliedgenerator (Achtung Flash!) eingängige Liedeskunst in x Sprachen erstellen, darunter Mandarin, Hindi und Sächsisch. Und einem Hit steht nicht mehr so viel im Wege.
[via stereolog]
Stanislav Gromov...
...habe ich dank Herrn Kantel entdeckt. Er sieht zwar etwas seltsam aus, kann aber um so besser singen.
roxomatic

