Im Vorhof zur Hölle - mit o2 und Vodafone

Es gibt ja viele Erfahrungsberichte im Internet für diverse Dienstleister. Einige sind amüsant, bei anderen scheint durch, dass der Fehler auf der einen oder anderen Seite gelegen haben muss. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass mir jemals die folgende Geschichte zustoßen könnte.

Bis zum Sommer 2010 war ich zeitweise glücklicher Besitzer eines Blackberry. Dass das Gerät von heute auf morgen keinen Mucks (Klingelton) mehr machte, war ärgerlich, aber angesichts des zuverlässigen Service von o2 (Bring- und Abholdienst für das defekte und ein neuwertiges Gerät) äußerst leicht verschmerzbar. Nur das Vertrauen in diese Gerätemarke war schlichtweg dahin. Also sollte etwas Neues her, optimalerweise ein iPhone, und zwar nach Ablauf des alten Vertrages (Februar 2011).

Mit der Hotline bei o2 hatte ich ja schon meine durchwachsenen Erfahrungen gemacht. Daher war es besonders ärgerlich, dass bei 3 aufeinander folgenden Telefonaten drei stetig steigende Preise und Tarife genannt wurden (und wer es nicht glaubt: o2 verkaufte seinerzeit das iPhone mit einem satten Aufschlag). Sicher eine Petitesse, aber für mich ein weiterer Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Im Nachhinein sehe ich das eventuell anders, aber dazu später.

Die Wahl fiel auf Vodafone. Neben einem angemessenen Tarif sollte es für eine Einmalzahlung die UltraCard fürs iPad geben. Telefonisch habe ich Gerät, Vertrag und Portierung der alten Nummer bei der Vodafone-Bestellhotline bestellt, erhielt ich drei Tage später alle Formulare per E-Mail zugeschickt, die ich sofort ausgefüllt zurückschickte. Es war der 21. Januar, und tatsächlich erhalte ich fast umgehend eine Eingangsbestätigung per E-Mail. In den nächsten Wochen höre ich erstmal nichts, aber der alte Vertrag läuft ja auch erst zum 23. Februar aus. Nur am 8. Februar werde ich per E-Mail gebeten, ein weiteres Formular auszufüllen und zurückzuschicken. Auch das erledige ich prompt.

Am 18. Februar frage ich telefonisch nach. Erste Überraschung: Es liegt kein Portierungsantrag vor, ich hätte doch den Antrag storniert. Böse Vorahnungen beschleichen mich. Die eingereichten Unterlagen schicke ich in den folgenden Tagen noch ein-, zweimal ein. Der einzige Erfolg ist, dass nicht behauptet wird, ich hätte auch diesmal einen Auftrag storniert. Am 22. Februar wird mir telefonisch versichert, dass bis zum 24. Februar alles in trockenen Tüchern sei. Und es geschieht… nichts! Es ist keinesfalls so, dass man über Erfolg oder Misserfolg einer Portierung informiert wird. Wozu auch?

Nach dem entsprechenden Stunk am Telefon werde ich doch tatsächlich vom Subunternehmer (thebeecompany.com, seit Februar avocis) zurückgerufen, der bei Vodafone für die Portierungen verantwortlich ist (wenn man das denn so nennen möchte). Der Fehler liege darin begründet, dass ich bei o2 als Privatkunde geführt würde. Werde ich aber nicht. Wenig später soll es daran liegen, dass Vodafone nicht in der Lage sei, Geschäftskunden von o2 als ebensolche zu übernehmen, und ich solle mich doch als Privatkunde bei o2 umschreiben lassen. Was zwar ansatzweise, aber nicht ganz stimmt, wie mir bald wieder aus dem Callcenter bestätigt wird..

Was folgt, sind mehrere Wochen Hängen in der Telefonschleife, böse, böse formulierte Faxe (meinerseits) und immer wieder die Rückmeldung, das es aus den ganz unterschiedlichsten Gründen nicht funktioniere, oder „gleich morgen schon …“. Dabei habe ich erfahren müssen, dass das Sachverständnis der Mitarbeiter im Callcenter sich knapp oberhalb des Meeresspiegels bewegt.

Schlussendlich habe ich es mithilfe eines bemühten Mitarbeiters aus der Firmenzentrale in Ratingen doch noch geschafft. Es verhält sich nämlich so, dass Freiberufler bei o2 Gewerbekunden sind, bei Vodafone jedoch „nur“ ‚Privatkunden mit Gewerbe‘. Warum Vodafone nicht die intellektuelle Flexibilität besitzt, diese Kategorisierung zumindest für den Zeitraum der Portierung zu ändern, ist mir schleierhaft. Wie viele Freiberulfer doch bei ihrem alten Anbieter geblieben oder zu einem Drittanbieter gewechselt sind, kann man nur vermuten.

Was bleibt?

Es sei jedem Freiberufler oder Kleinunternehmer geraten, vor einer Portierung die „Rückstufung“ zum Privatkunden zu erbitten, denn dann scheint das Risikopotenzial eher gering zu sein. Trotzdem ist es erschreckend, dass offenkundige grundsätzliche Verfahrensprobleme seitens Vodafone (mithilfe einer temporären Kategorisierung des Neukunden) nicht behoben werden können – schließlich gibt es Rufnummernportierung und Freiberufler nicht erst seit gestern. Ganz abgesehen von der fehlenden Eskalationsstufe, die es dank der überforderten Subunternehmer entweder nicht gibt oder die von ihnen – warum auch immer – nicht genutzt wird.

Der Fairness halber sei hinzugefügt, dass Vodafone neben einer ausdrücklichen Entschuldigung einen sehr ansprechenden Abschlag gewährt hat.

1. September 2011, 21:23 · Kommentar/e · Kategorien & · Tags , , ,

Fußnote

Nix zu sehen hier. Danke für die Aufmerksamkeit.

19. September 2007, 15:53 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags

Warum Schalke 04 nicht Deutscher Meister werden kann...

...es gibt sieben Gründe, die dagegen sprechen.

  1. Welcher Verein wird schon alle 49 Jahre Meister? Da stimmt doch was nicht – müssen es nicht 50 Jahre sein? Pech, wenn es im nächsten Jahr nur zu Platz 13 reicht. Naja, falls es doch eintreten sollte, hätten wir wenigsten die nächsten 48 Jahre Ruhe.
  2. Gerhard Schröder ist (angeblich) bekennender Schalke-Fan, und der Verein hat sich damit geschmückt. Okay, inzwischen wissen wir, dass Herr Schröder für Geld alles macht, und dass Schalke gerne davon profitiert.
  3. Überhaupt hat Schalke die falschen Sponsoren. Veltins, Victoria, Billiggas. Mehr sag’ ich nicht.
  4. Kevin Kuranyi. Hat einen bescheidenen Vornamen, frühstückt kiloweise Nutella und ist ein Mädchen (das Bärtchen ist nur aufgeklebt). Und die werden nie Fußballmeister, zumindest nicht bei den Männern.
  5. Schalke schaffte es am 31. Spieltag ja nicht einmal, gegen den VfL Bochum zu gewinnen.
  6. Jedes Spiel dauert 90 Minuten, manchmal ein bisserl mehr. Auch das am 34. Spieltag…
  7. Schalke-Fans haben keinen Humor. Wetten?

9. Mai 2007, 14:09 · Kommentar/e und Trackback/s [2] · Kategorien & · Tags ,

Wie arbeiten Journalisten?

Nein, also jetzt könnte ich vom Leder ziehen – schließlich bin ich keiner – und Medien wie Spiegel, taz oder Süddeutsche haben hier ohnehin ihr Fett weg gekriegt.

Heute ist mal die WAZ dran, aber die Kritik erledigen die Medienpiraten für mich. Manche nennen es Contentklau.

Das Telefonat mit der Autorin, die bei der “WAZ” die TV-Seite “Hören und sehen” betreut, war immerhin aufschlussreich. Das sei ihr schon unangenehm jetzt. Sie habe gehofft, dass es nicht auffällt. Und arbeite sonst nicht oft so.

Mit Nachtrag.

PS: Und noch einem Nachtrag.

13. April 2007, 20:45 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , ,

Ich würde niemals zu den Bayern gehen...

...anstelle von Osterhasen ein sozialkritisches Lamento. Es ist ja fein, persönlich um die beste und einzige Borussia zu trauern, die wohl in wenigen Wochen – allen Zahlenspielen zum Trotz – erneut den Weg in die zweite Liga antreten muss.

Was aber machen junge Menschen (wie nebenstehend), die sich in der oberbayrischen Provinz sozialisieren? Für wen sollen die ihr Herz erwärmen?

1. FC Nürnberg

Geht nicht, ist ein Verein aus Franken. Ungeliebt in Oberbayern, spätestens seit Gabriele Pauli.

1860 München

Wirkliche Alternative, weil es ab dem Sommer keinen österreichischen Trainer mehr hat. Österreicher in München waren noch nie gut. Leider richtige Fahrstuhlmannschaft, gerade mal vom FC Bayern in der A… Arena geduldet.

SpVgg Unterhaching

C o o l, weil Verein mit Bobfahrer im Wappen, und weil Bayer Leverkusens Meisterverhinderer. Ansonsten sind die bald in der Bayernliga.

Wacker Burghausen

Ähnlicher Plastikverein wie Bayer Leverkusen (Wacker steht für ein Chemieunternehmen, nicht für “wacker” sein). Ansonsten auch bald in der Bayernliga.

Red Bulls Salzburg

Außer Konkurrenz. Plastikmannschaft mit Trappatoni Giovanni und Matthäus Lothar – schlimmer gehts nimmer, aber kauft sich sicher bald die Teilnahme als weiterer Verein in die Bundesliga ein.

Bleibt also nur noch der FC Bayern – der Verein wird ja auch dieses Jahr wieder Meister.

8. April 2007, 20:09 · Kommentar/e und Trackback/s [9] · Kategorien & · Tags ,

Erpressen für Fortgeschrittene

Der Fontblog weist auf ein nettes Tool namens Ransom Note Generator hin, das einen wirklichen Mehrwert für professionell geplante und durchgeführte Entführungen bietet.

Keine Angst mehr vor Polizisten, die Mülltonne und Altpapiercontainer durchwühlen…

Nicht ganz so trendy wie die Internetvideos aus dem Nahen Osten, aber bitteschön, es wird für den Hausgebrauch oder die Kleintierentführung unter Nachbarn reichen…

4. April 2007, 18:58 · Kommentar/e und Trackback/s [1] · Kategorien & · Tags , ,

Bloggen für Aufkleber...

...wenn Blogger Aufkleber für den fahrbaren Untersatz möchten, müssen sie sich welche bestellen… oder über diese Aktion von Netaufkleber aus Vöcklabruck (A) schreiben, dann gibt es ein Packerl (so wird es in Österreich wohl genannt) im Wert von € 30,- umsonst.

Im Gegenzug bekommt Netaufkleber ein bisserl Pagerank der Blogosphäre und Aufmerksamkeit. Es wird übrigens ausdrücklich drum gebeten, ein ehrliches Feedback abzugeben. Na, das machen wir doch dann gerne, auch wenn ich für diesen “gekauften” Eintrag in der Bloggerhölle landen werde. Als PR-Aktion ist das recht originell, solange man zu den ersten Unternehmen gehört, die es machen.

Via.

Update
So wir sind jetzt in der Bloggerhölle angekommen und haben uns zwischen Beschimpfungen wiedergefunden. Ist ganz nett hier, man steht bis zu den Knien in der Sch*** und kann sich nett unterhalten, ist nur doof, wenn die Kaffeepause vorbei ist und wieder Kopfstand angesagt ist.
Im Ernst – die Aufkleber waren nach vier Tagen da – wozu wohnt man so nah an der Grenze? – und scheinen ganz normale Kleber (bestehend aus sauber gesetzten Einzelbuchstaben) zu sein, die wohl auch kleben. Eine Anleitung, wie anderenorts erwähnt, war nicht dabei, braucht man wohl auch nicht, schließlich kennt man in meinem Alter ja die Basics des richtigen Aufklebens.

11. März 2007, 19:49 · Kommentar/e und Trackback/s [1] · Kategorien & · Tags , ,


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