Yahoo mahnt icio.de ab

Eben bei Mister Wong gefunden.

Freundlich, vernetzt und sozial gibt sich das Web2.0, und kein Startup, das nicht gleich eine Reihe Klone nach sich zieht. Yahoo! verpasst momentan eine große Chance, dem früher gern gepflegten Image auch gerecht zu werden. Kostenpflichtig abgemahnt wurde nun der Social-Bookmarkdienst www.icio.de.

gulli: icio.de: Yahoo! mahnt Social Bookmark-Seite ab

Icio.de fand ich nie so spannend, aber was lernen wir daraus: 1. so etwas passiert einem halt mit den Big Playern, 2. die Gebühr von EUR 2400,- ist noch recht mickrig, und 3. warum merkt Yahoo erst jetzt, dass es icio.de gibt? Abgesehen davon ist die Verwechslungsgefahr eher bescheiden…

16. November 2007, 11:48 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , , , , ,

Zensur bei Sevenload

Zwar hatte ich mich hier von Flickr verabschiedet, um mit sevenload ein sympathisches Start-Up zu nutzen, die Lust daran ist mir allerdings vergangen.

Warum?

In einem Artikel hatte ich mich über ein Jobangebot einer so genannten Übersetzungsagentur ausgelassen und natürlich auf entsprechende Screenshots dieses “Angebots” hingewiesen, die ich seinerzeit bei sevenload hinterlegt hatte.

Vor mehreren Tagen bin ich darauf hingewiesen worden, dass die Links auf die Screenshots nicht funktionierten. Im Postfach bei sevenload gab es dazu eine Mail, die bei beiden Bildern darauf hinweist, dass dieses Bild nur mehr für mich sichtbar sei, weil es gegen unsere Richtlinien verstößt.

Wir reden hier nicht von politisch randständigen, schweinischen oder urheberrechtlich bedenklichen Abbildungen. Nein. Wir reden von ganz normalen, unkommentierten Screenshots.

Den Hinweis, sich bei Missverständnissen an den Support zu wenden, habe ich gerne angenommen, um im Gegenzug erst einmal gefragt zu werden, um welche Bilder es denn ginge. So etwas nenne ich schlechte Organisation. Die nächste Antwort lautete dann:

Die Bilder machen Werbung für eine Homepage, und Werbung für andere Seite ist auf sevenload nicht gestattet.

Aha. Ich weiß ja, dass bundesdeutsche SEOs sehr aggressiv sein können – Stichwort social bookmarking und Spam – aber das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn diese Screenshots (1, 2) Werbung für andere Seiten machen (eher im Gegenteil), sind auch andere Screenshots, die man vielleicht für Tutorials macht, akut für eine öffentliche Nutzung gefährdet. Ebenso der Link auf meine Homepage und auf dieses Weblog.

Nö, dann gehe ich lieber wieder zu Flickr, die gehören zwar zu Yahoo und haben eher gar keinen Support, aber die machen so etwas wohl eher nicht…

PS:

Einen haben wir noch. Bei sevenload gibt es bedauerlicherweise auch Referrerspam (beim 2. Screenshot, beim ersten dagegen gar nicht). Vielleicht sollte sich der Support mal darum kümmern.

Naja.

PPS:

Keine Zensur, siehe Kommentar, nach meinem bisherigen Informationsstand (ich habe nie ein Schreiben bekommen und möchte das auch nicht) ein Einknicken vor rechtlich fragwürdigen Einwänden von Dritten – allerdings kann ich in Abmahnungscountry sehr gut verstehen, dass man da eher eben mal nachgibt als den lonesome Cowboy zu geben.
Das Stellenangebot ist übrigens anscheinend immer noch vakant.

20. Oktober 2007, 13:28 · Kommentar/e und Trackback/s [5] · Kategorien & · Tags , , ,

Regionale Portale

Randbemerkung: Bei Selbst und Ständig wird nach regionalen Portalen als Marketinginstrumenten gefragt. Klar, es gibt auf alles eine Antwort, vor allem auf die Frage, wo man präsent sein sollte.

Einträge in eines der vielen Branchenverzeichnisse haben den Vorteil, dass der Eintrag nicht lange dauert und trotzdem auf längere Sicht Bestand hat. Einen greifbaren Mehrwert – bis auf das bereits genannten Telefonterror für Sachen, die man als halbwegs gebildeter Mitteleuropäer wohl nie braucht – hat er nicht.

Portale des vielgescholtenen Web 2.0 wie XING (bei dem es auch viele regionale Gruppen gibt) oder Qype können da m.E. mehr leisten, müssen es aber nicht. Damit XING wirklich etwas einbringt, muss man sich aber schon stark engagieren, sei es als Moderator, sei es als Teilnehmer an einem der zahlreichen Foren (aber ohne sich in einen der vielen Kleinkriege hinein ziehen zu lassen), sonst bringt es nicht so viel. Hier sollte man nach ein paar Monaten nachrechnen, wie viele Kontakte, Aufträge und Dauerkunden einem das Engagement gebracht hat bzw. auf Dauer bringt oder bringen kann.

Bei QYPE kann man die eigene Firma vorstellen und lobpreisen, sollte aber schon darauf achten, dass dies nicht der einzige Beitrag ist, sonst hat es einen arg faden Beigeschmack. Man muss aber damit leben können, dass unzufriedene Kunden die eigene Firma schlecht bewerten. Im schlimmsten Fall macht das sogar die Konkurrenz, aber damit muss man leben können – Stichwort Transparenz. Daneben kann man anderen QYPE-Nutzern die eigene Dienstleistung zu Sonderkonditionen anbieten, was in bestimmten Bereichen durchaus Sinn machen kann, aber natürlich nicht in allen.

Bei den beiden letztgenannten Portalen darf man nicht vergessen, dass diese sehr prominente Google-Ergebnisse zeitigen, die bei einschlägigen Suchabfragen eventuell vor der eigenen Homepage landen können. In dem Falle ist man fast schon wieder potenzieller Kunde für den o.g. Telefonterror…

Nicht vergessen wollen wir nicht- oder halbkommerzielle Gewerbeverzeichnisse seitens der Gemeinden, Städte und Landkreise (gibt es zumindest hier in Bayern), sowie (wo wir gerade beim Thema sind) Seiten von Berufsverbänden sowie tätigkeitsspezifische Portale, in denen man ohnehin vertreten sein sollte.

24. September 2007, 22:04 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , , , ,

Social bookmarking und Spam und so fort

Mike Schnoor ist so frei, er weiß wie man den Googlebot mit interessanten Begriffen füttert und zeigt uns außerdem, wonach er in seiner Freizeit so sucht. Hoho.

Nebenbei kann man daraus lernen, wie man durch mangelnde Aufmerksamkeit. falsche Werbepartner oder fehlende Anti-Spam-Maßnahmen einen Social-Bookmarking-Dienst vor die Wand fahren kann. Böse Zungen würden behaupten, dass Mikes Beobachtung das richtige Licht auf Linkarena-Nutzer wirft… aber nur die, natürlich.

22. September 2007, 22:34 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , ,

Mister Wong - und dann...?

Wer kommt eigentlich als größter deutschsprachiger Social-Bookmarking-Anbieter hinter Mister Wong? Wir haben einmal Alexa gefragt – mit dem folgenden Ergebnis:

  1. LinkArena
  2. Oneview (quasi ein Aufsteiger in den letzten Wochen)
  3. lufee
  4. CiteULike (außer Konkurrenz, weil Nischenanwendung und international)
  5. folkd (teilweise außer Konkurrenz, weil international)
  6. alltagz

Die Graphen sind noch von Anfang des Monats und mussten auf zwei Schaubilder aufgeteilt werden, a) mit alltagz.de und b) mit folkd.com

19. August 2007, 13:48 · Kommentar/e und Trackback/s [1] · Kategorien & · Tags , , , , , ,


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