Dolmetschen gut und billig
Dolmetschen? Kann doch wirklich jeder.
Eben.
Freiberufler hurra?
Don Dahlmann resümiert:
Man hat selten ein arbeitsfreies Wochenende. Man wartet auf sein Geld. Man sitzt wie jeder Angestellte tagtäglich im Büro. Urlaub bedeutet doppelte Ausgaben: man gibt einerseits mehr aus als sonst, andererseits verdient man nichts in der Zeit und bis neues Geld reinkommt nach dem Urlaub vergehen im besten Fall vier Wochen. Wenn man ernsthaft krank wird verdient man nichts, aber die Kosten laufen weiter. Rente ist für Weicheier, man richtet sich darauf ein, dass man halt arbeitet bis man umfällt, was wegen der vielen Arbeit so spät eh nicht sein wird.
Mehr bei Irgendwas ist ja immer.
Genau auf den Punkt getroffen. Aber schee ist es scho.
PC-Spiele übersetzen
Zum Übersetzen bzw. zur Lokalisierung von PC- und Konsolenspielen gibt es jetzt die Sondernummer Localització de videojocs der Zeitschrift tradumàtica mit Aufsätzen in Katalanisch, Englisch und Spanisch.
Via Another Word.
Powerpoint mit Schoki
Präsentationen erfolgreich zu gestalten – solche Ratgeber füllen ja inzwischen Bücherregale und Kolonnen von Blogeinträgen – auch hier war das mal Thema – dort, da und latent hier.
Witzig ist der Tipp mit der Schoki.
I have an assortment of candy ready. I give a chocolate bar to the first person who answers a question. It’s amazing how responsive the rest of the group gets when there is chocolate at stake.
Aber nicht beim Discounter einkaufen, das fällt auf den Eindruck zurück.
Gefunden da via imgriff.com.
Wikipedia ist schlecht
Sehr schlecht. Hatten wir schon fast wortgleich, wir haben ja auch mal die Werbetrommel geschlagen, aber nachdem ich das hier gesehen habe, halte ich das für ein nettes Argument gegen die Wikipedia. Wie viele Wikipedianutzer werden das gelesen oder ausgedruckt haben?
Erklärungsmuster gefällig? Naja, versuchen wir es.
- Romanistik ist ein randständiges Fachgebiet. Glaube ich nicht, auch wenn die meisten dieser Fachbereiche und Fächer sich inzwischen Kulturwissenschaft-xy oder ähnlich verschwurbelt benennen.
- Romanisten und Wikipedia sind halt zwei Welten. Ist im arithmetischen Schnitt mit Sicherheit korrekt.
- Das haben die meisten Nutzer den Romanisten eben zugetraut… Dazu sage ich mal nichts.
Wie seriös ist die Wikipedia?
Bei Klaus Eck findet sich ein Hinweis auf ein interessantes Interview (mp 3) mit Maren Lorenz von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur zum Thema Wikipedia. Mittlerweile wird von einem “Leitmedium Wikipedia” gesprochen, das inzwischen offensichtlich häufiger in wissenschaftlichen Hausarbeiten zitiert wird. Maren Lorenz warnt vor der mangelnden Seriosität der Wikipedia.
Einerseits kann man ihr Recht geben.
Denn was fehlt der Wikipedia?
- ein wirkliches Qualitätsmanagement, das auch abseits der ausgetretenen Pfade deutlich über das Löschen frühkindlicher oder pubertärer Schreibversuchen hinausgeht
- der vielbeschworene neutrale Standpunkt – dieser geht einigen Artikeln deutlich ab
- mehr Editoren auch für die weniger beachteten Artikel
- Transparenz – so werden Löschanträge von Administrator A gestellt, der Antrag wird von der überwiegenden Mehrheit in der entsprechenden Diskussion abgelehnt, und Administrator B löscht den Artikel dennoch aus ganz anderen Gründen
- klarere Relevanzkriterien für einen Löschantrag
Andererseits kommt man kaum an der Wikipedia vorbei. Was sollte man seinen Schäflein wie Schülern, Studenten oder Wissenschaftlern dann zumindest einbleuen?
- den richtigen und differenzierten Umgang mit der Wikipedia (hatten wir schon, siehe hier). Maren Lorenz nennt so etwas “Recherchekompetenzen”.
- Wikipedia-Artikel haben grundsätzlich nicht mehr Wahrheits- oder Vollständigkeitsanspruch als der Brockhaus oder andere Lexika – für eine gute wissenschaftliche Arbeit kann das ein Aufmacher sein, mehr aber nicht
- nützlich ist die Wikipedia bei tagesaktuellen Themen oder bei der Suche nach weiterführenden Links
- einige Artikel beinhalten inzwischen auch Hinweise auf Literatur, die nicht im Internet verfügbar ist – mag mühsam sein, diese aus der Bibliothek zu besorgen oder zu bestellen, sie stehen aber nicht umsonst im Artikel
- Artikel aus der Wikipedia wenn schon, dann richtig zitieren (also inklusive Seitenversion und Zeit)
- bei Themen jenseits des Mainstreams ist die Wikipedia mit äußerster Vorsicht zu genießen
- Ähnliches gilt für verschiedene politische Themen oder auch dort, wo Interpretation Teil der Disziplin ist – z. B. in der Literaturwissenschaft.
- Harte Fakten (Jahreszahlen) müssen gegengeprüft werden. Entweder über die Versionsgeschichte oder über externe Quellen. Wäre doch peinlich, einem Scherzbold auf den Leim zu gehen…
Möchte man einen Wikipedia-Artikel kritisch lesen – mit Versionsvergleichen und Verfolgen der Diskussion – steigt der Zeitaufwand natürlich deutlich. Aber Wissen hat nun einmal seinen Preis.
Die Vornamen-Falle in den USA
Bei USA erklärt wird man unterhaltsam über die unterschiedlichen Problematiken des Vornamens und akademischer Titel in Deutschland und in den USA aufgeklärt. Interkulturelle Selbstverständlichkeiten, aber ganz nett erzählt.
“You can say you to me”, oder so ähnlich.
roxomatic