Citavi 2.1

Die Literaturverwaltung Citavi gibt es jetzt in der Version 2.1. Neu ist u.a. der sogenannte Publikationsassistent (den es z. B. bei Bibliographix schon länger gab).

Mit Hilfe des Publikationsassistenten fügen Sie in Word- oder OpenOffice-Dokumente Platzhalter für Titelnachweise und Zitatbelege ein. Nachdem Sie die inhaltliche Arbeit an Ihrem Manuskript abgeschlossen haben, formatiert Citavi die Kurznachweise im Text und in den Fußnoten und erzeugt automatisch das Literaturverzeichnis im gewünschten Stil.

Zum Testen vorgemerkt.

[Hinweis durch Peter Meurer, per Mail]

2. Juni 2006, 15:28 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , ,

Literaturverwaltung mit Visual Composer

Während Citavi noch etwas länger im Beta-Stadium bleibt (siehe dazu auch hier), hat die Firma semantics aus Aachen das Programm Visual Composer in der Version 2.0 auf den Markt gebracht. Eine Einladung zum Testen habe ich gerne angenommen.
Das Programm kostet für Studierende und Schüler 39,50 (ansonsten EUR 79,-), einschließlich einjähriger freier Nutzung der Internet-Dienstleistungen (Recherche, Aufbereitung und Übernahme bibliographischer Daten) – danach wird für die Nutzung der Visual Library (also nicht des Programms) eine Gebühr in Höhe von EUR 9,90 bzw. EUR 19,50 fällig werden. Für Studierende (und Mitarbeiter) der RWTH Aachen ist das Programm kostenlos. Für alle anderen Hochschulen wird eine an die jeweilige Infrastruktur angepaßte Campus-Lizenz angeboten. Bei Nichtregistrierung ist die Bibliothek auf zehn Einträge beschränkt.

Pluspunkte sind

  • ein Benutzer/-innenforum mit einem sehr interessierten und engagierten Entwicklerteam.
  • die Möglichkeit der Aufgabenverteilung und -verarbeitung.
  • zwischen den Artikeln können Referenzen erstellt werden.
  • Formatieren der Literaturlisten (mit bestehenden Desiderata zur Formatierung wie fett, kursiv etc.).
  • es ist ein schnelles Programm im Vergleich mit Citavis Betaversion, die ebenfalls mit NET2.0-Technologie arbeitet.
  • das integrierte Browsermodul.
  • man kann mit VC2 auch eigene Texte verfassen und strukturieren (ich verweise auf eine detaillierte Darstellung im Forum bzw. hier) – dieses Feature lässt sich auch zum Erstellen einer Mindmap nutzen.

Leider weist die aktuelle Version noch einige Schwachstellen auf. Dazu zählen m. E.

  • es gibt (noch) keine Importfunktion aus anderen Literaturverwaltungsprogrammen.
  • der Import von Einträgen aus den Internet-Datenbanken funktioniert im Falle des GBV nicht reibungslos (so werden bei Aufsätzen nicht immer die Zeitschriftentitel mit aufgenommen) – bei einigen anderen Datenbanken wie z. B. JADE oder dem KVK ist bedauerlicherweise kein Datenimport möglich.
  • Die Programmoberfläche ist nicht optimiert (z. B. muss ich zur Aufnahme eines Titels zweimal klicken – das ist an sich nicht schlimm, nur leider passiert das einmal ganz rechts, dann sehr weit links), allerdings ist das Layout des Programms variabel, um dieses Problem abzumildern.
  • Die Kataloge sind bislang noch NRW-zentriert, Kataloge von Bibliotheken anderer Bundesländer sind teilweise bereits vorhanden und mehr sollen sehr bald folgen.

Visual Composer ist ein Programm, das vor allem die ansprechen wird, denen andere Lösungen wie Bibliographix oder (demnächst) Citavi zu komplex und/oder etwas zu teuer sind und Lösungen wie Jabref zu simpel. Ebenfalls werden wohl Angehörige der RWTH mit diesem für sie kostenlosen Werkzeug zufrieden sein. Auf jeden Fall sollte man dieses Programm in seiner weiteren Entwicklung beobachten.

10. Januar 2006, 15:11 · Kommentar/e und Trackback/s [5] · Kategorien & · Tags

EverNote

EverNoteSo etwas wie Post-Its für den Bildschirm oder Notizprogrämmchen gibt es ja zuhauf. Eines, das wohl länger unter Microsoft Windows in meinem Gebrauch bleiben wird, ist EverNote, das einige nette und nützliche Funktionen hat. Es gibt sogar eine professionelle Version für über $ 30,-, die entsprechend mehr kann, insbesondere wenn es auf Tablet PCs eingesetzt wird, aber da ich mir so ein schönes Spielzeug ohnehin nicht leisten kann, nehme ich mit der kostenlosen Version vorlieb.

[via drweb]

2. November 2005, 16:21 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , , ,

Literaturverwaltung Citavi im Betatest

Ich bin seit wenigen Tagen Betatester des Literaturverwaltungsprogramms Citavi, und positiv überrascht.

Zwar sind einige (auch wichtige) Funktionen noch nicht implementiert, trotzdem ist die Betaversion schon sehr aussagekräftig. Zum Funktionsumfang gehören neben der Titelverwaltung auch ein Modul Wissensorganisation und eine Aufgabenplanung. Erstere hilft dabei, Thesen und Argumente auch mit Hilfe von Zitaten zu ordnen. Bei der Aufgabenplanung – auf Wunsch sehr komplex zu nutzen – muss sich noch zeigen, inwiefern hier eine servergestützte Lösung das Arbeiten an mehreren Rechnern unterstützt wird.

Die Titeleingabe ist ausgesprochen komfortabel; dank Pulldown-Menüs sind bei größeren Datenbeständen mehrere Titel eines Autors, eines Verlags etc. sehr schnell eingegeben. Wie in Literat werden Sammelbände zusätzlich zu enthaltenen Aufsätzen als eigenständige Datensätze gehandelt – das gab schon bei Literat Probleme bei der Erstellung der Literaturliste, weil die zusätzliche Auflistung des Sammelbandes überflüssig ist (dieser Punkt wird aber noch diskutiert).

Gefallen hat mir besonders die übersichtliche Oberfläche, die sich in Teilen den persönlichen Bedürfnissen anpassen lässt; dies schließt auch die teilweise Verschiebung von Eingabefeldern ein. Hinweistexte sind immer im Blick und geben – ganz wie bei Literat auch weniger versierten Benutzern Hilfestellung bei der Eingabe. Für Online-Recherchen stehen sehr viele, wenn auch noch nicht alle Kataloge zur Verfügung. außerdem auch Fachbibliographien. Dass deren Umfang für Philologen eher bescheiden ausfällt, liegt dann vermutlich weniger an Citavi als vielmehr an den Betreibern dieser Datenbänke (in diesem Kontext auch dieser Hinweis).

Die Projektdateien sind im Vergleich zu Literat oder Bibliographix recht groß (1400 Titel mit Zitaten umfassen ca. 9 MB); dies ist allerdings ein Punkt, der im Zeitalter von CD-Brennern und USB-Sticks eher unwichtig geworden ist. Citavi arbeitet mit der .NET-Umgebung von Microsoft; ich kann nur vermuten, das dies manchmal langsame Programmreaktionen verursacht, zumal Citavi alleine nur etwa 5 MB mehr RAM benötigt als Bibliographix. Für Akademiker, die am Arbeitsplatz alte, langsame Rechner mit wenig RAM haben, wird das ein störender Effekt sein (das ist und war ein Vorteil von Literat).

Auf meiner Wunschliste für die endgültige Version finden sich neben der Implementierung auch für OpenOffice der teilweise bereits realisierte BibTex-Import.

Citavi dürfte – nach Abstellen der noch vorhandenen Probleme – für Bibliographix, besonders aber für Endnote eine starke Konkurrenz werden.

Postscriptum: Als Beta-Tester habe ich mich zwar verpflichtet, »keine Informationen über die Software, den Beta-Test oder mögliche Fehlfunktionen Dritten gegenüber mitzuteilen oder zu veröffentlichen«, allerdings die Citavi-Mannschaft auf meine Anfrage hin dankenswerterweise eine Ausnahme gemacht.

Noch ein Postscriptum: Citavi stellt jetzt einige der positiven Urteile hier ins Netz.

27. Oktober 2005, 11:33 · Kommentar/e und Trackback/s [1] · Kategorien & · Tags ,

Diplomarbeiten mit Word schreiben

Holger Matthes hat mich per Mail auf seine Seite www.diplom-reader.de aufmerksam gemacht, auf der er erklärt, wie man auch mit Word Diplomarbeiten schreiben kann. Seine Argumente für Word (grob vereinfacht) sind die Verbreitung im Arbeitsleben, auch z. B. im Bereich der Technischen Dokumentation und die Vermutung, dass viele angebliche Word-Schwächen auf tatsächliche Anwender-Schwächen zurückzuführen seien.

Die Seite und das Dokument habe ich mir angeschaut, und tatsächlich finden sich hier nützliche Hinweise für alle die, die von Word nicht lassen wollen (und übrigens auch für die, die Word nicht nutzen, aber Ratschläge zum wissenschaftlichen Arbeiten gerne entgegen nehmen). Bei einigen Hinweisen muss der versierte OO-Nutzer doch recht breit grinsen, sind die behandelten Problemchen mit OO nicht vorhanden bzw. recht leicht zu lösen. Mir hat der Hinweis auch geholfen, mir die Argumente für OpenOffice (jetzt auch in der aufregenden Version Zwo Null) nochmals zurecht zu legen.

  • der Diplomarbeits-GAU
  • das narrensichere Arbeiten mit Dokument- und Absatzvorlagen
  • wer OpenOffice beherrscht, wird auch mit Word keine Probleme haben
  • wachsende Verbreitung
  • schlankes XML-Dateiformat (hilfreich auch bei beschädigten Dateien, weil mit Entpacker und Texteditor zu öffnen)
  • preiswerte, politisch korrekte Software (open source heißt nicht gratis)

Inzwischen hat Holger Matthes seine Hinweise an Word 2003 angepasst.

Postscriptum: Für das Arbeiten mit OpenOffice bzw. Wissenschaftliches Arbeiten allgemein gibt es auch noch andere Dokumente...

23. Oktober 2005, 19:26 · Kommentar/e und Trackback/s · Kategorien & · Tags , ,


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